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Warum Brexit-Vorkämpfer Farage eine Mülltonne fürchten muss

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11.07.2026

Die Labour-Regierung konnte sich einen bissigen Seitenhieb in Richtung Nigel Farage nicht verkneifen. „Wenn er den Sommer damit verbringen will, mit einer Mülltonne zu streiten, werde ich ihn nicht davon abhalten“, kommentierte Finanzministerin Rachel Reeves den Wahlkampf des einstigen Brexit-Treibers trocken. Gemeint ist „Count Binface“, „Graf Mülltonnengesicht“, jener Satire-Kandidat, der nun den Chef der Rechtsaußen-Partei Reform UK herausfordert.

Farage will mit einer durch seinen Rücktritt als Abgeordneter erzwungenen Nachwahl in englischen Clacton von Ermittlungen rund um seine Finanzen ablenken, sind sich Beobachter einig. Doch weil die großen Parteien kollektiv keinen Gegenkandidaten stellen, wurde der Befreiungsschlag zum Rohrkrepierer. Statt über die Botschaft des 62-Jährigen reden die Briten darüber, wie nun Satire-Kandidaten den Plan ad absurdum führen.

Farage betont Unschuld bei Millionengeschenk

Während der Wahlkampf zur Farce wird, sind die Anschuldigungen gegen Farage ernst: Ein parlamentarischer Beauftragter für Verhaltensstandards prüft, ob dieser finanzielle Zuwendungen und weitere Unterstützung ordnungsgemäß offengelegt hat. Im Mittelpunkt steht ein Geschenk über fünf Millionen Pfund (rund 5,6........

© Südkurier