Polit-Beben in London: Premier Keir Starmer gibt auf
Am Ende war der politische Druck zu groß geworden: Gegen 9.30 Uhr trat Keir Starmer am Montag vor die schwarze Tür der Downing Street an ein hölzernes Pult, das kurz zuvor für ihn aufgestellt worden war, um seinen Rücktritt anzukündigen. Die gedrückte Stimmung spiegelte sich in der Haltung seiner Mitarbeiter wider, die mit gesenkten Blicken in der Nähe des Premierministers standen.
In seiner kurzen Ansprache erklärte Starmer das Ende seiner Ambitionen, dem Land weiter als Regierungschef zu dienen. Und kämpfte schließlich sichtlich mit den Tränen, als er sich bei seiner Frau für ihre Unterstützung bedankte. Für fast schon zynische Ironie sorgte währenddessen die Kulisse: Als akustische Dauer-Kritik am Brexit schallte die Europahymne aus den Lautsprechern der Demonstranten – die „Ode an die Freude“ als Soundtrack eines politischen Scheiterns.
Noch am Freitag hatte Starmer gesagt, weiterkämpfen zu wollen
Noch am Freitag hatte Starmer betont, weiterkämpfen zu wollen. Doch im Laufe des Wochenendes verdichteten sich die Zeichen, dass er sich nicht mehr im Amt halten kann. Berichte, wonach ihm selbst das eigene Kabinett den Rücktritt nahegelegt hatte, dominierten die Schlagzeilen der britischen Presse.........
