Zu wenig innovativ: Werden die Milliarden für die Aufrüstung falsch ausgegeben?

Deutschland rüstet einer Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft zufolge nicht zukunftsorientiert genug auf. Ein Report zur Entwicklung europäischer Verteidigungsinvestitionen zeigt, dass Deutschland 2025 zwar Rüstungsgüter im Wert von rund 85 Milliarden Euro bestellt hat – mehr als etwa Großbritannien und Polen zusammen. Gleichzeitig aber sinkt den Angaben zufolge der Anteil moderner Technologien an den deutschen Beschaffungen deutlich. Waren vor dem Ukraine-Krieg noch 21 Prozent der Bestellungen in innovative Systeme geflossen, sind es heute – so die Studie – nur noch neun Prozent.

Guntram Wolff, Hauptautor des Reports, kritisiert: Während die Ukraine Erfolge mit autonomen Systemen melde und kosteneffiziente Drohnen die Kriegsführung bereits spürbar veränderten, verschiebe die deutsche Strategie den Anspruch auf technologische Überlegenheit ins nächste Jahrzehnt. Der Ökonom fordert eine Neuausrichtung der deutschen Beschaffungsstrategie: Vorrang für autonome Systeme, KI-gestützte Führung und kostengünstige Waffensysteme, flankiert von einer entsprechenden Anpassung von Doktrin und Ausbildung. „Wenn Deutschland den aktuellen Kurs fortsetzt“, warnt der Professor von der Solvay........

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