Sex gegen Geld |
„Sexueller Missbrauch von Jugendlichen“ lautete die schwerwiegende Anklage gegen einen heute 37-jährigen Mann aus deiner Kreisgemeinde. Zur Überraschung des Staatsanwaltsvertreters erschien der Beschuldigte vor dem Amtsgericht Sigmaringen ohne Anwalt und erklärte zu den Vorwürfen: „Alles stimmt nicht.“ Beschuldigt wurde der Mann, dass er ab Januar 2024 mit einer damals 14-Jährigen Geschlechtsverkehr hatte und sie bei den Kontakten, die bis November 2024 andauerten, mit Geld, Zigaretten und Fahrdiensten entlohnte - in mehreren konkreten Fällen waren es je 25 Euro. Der Beschuldigte bestritt während der Verhandlung vehement, Sex mit dem Mädchen gehabt zu haben. Es habe freundschaftliche Kontakte mit der getrennt lebenden Mutter gegeben, aber er sei nie allein mit der Jugendlichen gewesen, erklärte der selbstbewusste auftretende Mann, der aber bestätigte, für das Mädchen quasi als „Fahrdienst“ fungiert zu haben. „Sie hat mir leidgetan“, nannte er als Motiv für diese Fahrten, wobei man im Auto auch über Streit mit den Eltern redete. Er habe ihr auch einmal 35 Euro sowie wöchentlich Zigaretten gegeben, wobei er keine Gegenleistungen verlangt habe. Auf die Frage von Richterin Selina Jäger, warum die Jugendliche ihn nun wegen sexuellen Missbrauchs anzeigte, antwortet der Beschuldigte: „Sie ist hinterlistig oder sie braucht Geld.“ Die Frage, welchen finanziellen Vorteil das Mädchen aus einer möglichen Verurteilung des Mannes ziehen könnte, ließ er unbeantwortet. „Wir hatten keine intime Beziehung“, gab der Beschuldigte auf........