Alles eine Frage der Einstellung? Wer optimistisch bleibt, verringert sein Risiko für Demenz |
Aktualität trifft auf Mentalität. Weltpolitik, wirtschaftliche Hürden und die Klimakrise machen gerade wenig Hoffnung. Dazu kommt die sogenannte „German Angst“, eine Mischung aus Mutlosigkeit, Zögerlichkeit, mit Zukunftsängsten und Sicherheitsbedürfnis. Auch das gutbayerische Grantlertum fällt da mit rein. Da wird man schon mal pessimistisch. Das ist nachvollziehbar – aber nachweislich ungesund!
Wie sich das zeigt? Wer optimistisch auf die Welt blickt, lebt länger, liest man in einer Studie aus dem Jahr 2019. Optimismus hängt im Schnitt mit einer 11 bis 15 Prozent längeren Lebensdauer zusammen und erhöht die Chance, 85 Jahre oder älter zu werden. Unabhängig von sozialem Status, Vorerkrankungen, Depressionen, sozialer Einbindung und Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Ernährung oder Alkoholkonsum.
Eine neue Studie zeigt: Optimismus senkt das Demenzrisiko
Mit Optimismus hält man auch das Gehirn gesund, zeigt eine neue Studie zum Demenzrisiko, die Anfang April 2026 veröffentlicht wurde. Ein US-amerikanisches Forscherteam hat 9071 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 74 Jahren durchschnittlich sieben Jahre lang begleitet.
Dabei haben sie die Probandinnen und Probanden in vier Stufen eingeteilt: Das unterste Viertel war am wenigsten optimistisch, das oberste Viertel am meisten. Während der Beobachtungszeit bekamen 3027 Personen eine Demenz. Dabei zeigte sich: Je optimistischer die Menschen waren, desto seltener entwickelten sie im Verlauf der Jahre eine Demenz. Die Forschenden konnten sogar einen konkreten Unterschied berechnen.
Das Risiko zu erkranken ist 15 Prozent geringer – unabhängig von anderen Faktoren.
Personen, die in einer höheren Optimismusstufe lagen, hatten ein um etwa 15 Prozent niedrigeres Risiko, an Demenz zu erkranken, als Personen in der Stufe darunter. Und wie bei der Studie aus 2019 waren die Ergebnisse unabhängig von Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Bildung, Vorerkrankungen und Depression. Natürlich spielen Genetik und Umwelt eine große Rolle – trotzdem zeigt die Studie: Gesundes Altern ist auch Einstellungssache.
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