Gute Frage: Warum ist die Schlange vor Frauentoiletten stets länger? |
Sicher kennen Sie das auch, vor Frauentoiletten sind bei Veranstaltungen die Warteschlangen meist länger als vor Männertoiletten.
Sicher hängt das auch damit zusammen, dass Frauen öfter „müssen“. Die Harnblase der Frau hat ein Fassungsvermögen von etwa 250 bis 550 ml, die Harnblase von Männern etwa 350 bis 550 ml. Jedoch tritt bei Frauen ab etwa 150 bis 250 ml bereits ein Harndrang auf, bei Männern später.
Warum es nicht mehr Frauentoiletten bei Veranstaltungen gibt
Doch warum bauen Architekten dann nicht vorneweg mehr Frauen- als Männertoiletten an Veranstaltungsorten ein? Eine Verordnung schreibt vor, wie viele Toiletten für das jeweilige Geschlecht gefordert sind. Die Versammlungsstättenverordnung Baden-Württemberg gibt vor, dass bis 1000 Gäste für Frauen fünfzehn Toiletten ausreichend sind; jedoch sind für 1000 Männer fünf Toiletten und zwölf Urinale vorgeschrieben.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass in Herren-WC-Einheiten mehr Toiletten eingebaut werden als in Damen-WC-Einheiten – das stellt die Augsburger Architektin Ayesha Müller-Wolfertshofer in einem Beitrag des Deutschen Architekt:innenblattes fest. Zudem könnten Urinale schneller benutzt werden als Toiletten. Ihre Lösung lautet Unisex-Toiletten.
So ist die Toilettensituation in der Stadthalle Meßkirch
In der Stadthalle Meßkirch sind, laut Martin Futterknecht vom Fachbereich Gebäude, Infrastruktur und Umwelt des Stadtbauamtes Meßkirch, im Foyer sieben Damentoiletten, vier Herrentoiletten zuzüglich sieben Urinale und ein Behinderten-WC vorhanden.
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