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Goldene Prothese zum Fünfjährigen: Klinikum Konstanz baut die Knochenchirurgie immer weiter aus

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17.04.2026

Fünf Jahre nach der Fusion der Vincentius Orthopädischen Fachklinik mit der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie am Klinikum Konstanz hat sich der Bereich deutlich weiterentwickelt. Ein großer Schritt ist seit rund zwei Jahren der Ausbau der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie. Der Chefarzt der Klinik, Björn Gunnar Ochs, ist seit 2019 am Klinikum Konstanz tätig. Schon kurz darauf entstand die Idee, Orthopädie und Unfallchirurgie enger zu verzahnen. In vielen Bereichen werde ohnehin gemeinsam gearbeitet. Im Oktober 2020 wurden beide Fachrichtungen schließlich zusammengeführt. Seitdem trägt die Einrichtung den Namen Klinik für Unfallchirurgie, Handchirurgie und Orthopädie Vincentius.

3800 Mal werden Patienten im Jahr operiert

Rund 3800 stationäre Operationen führt die Klinik jährlich durch, davon etwa 1900 endoprothetische Versorgungen von Hüfte, Knie und Schulter, schreibt Pressesprecher Nils Torke in einer Mitteilung. Der Chefarzt erklärt: „Wir versorgen salopp gesagt alles von der Halswirbelsäule, dem Nacken, bis zum Fuß, dem Hacken.“ Das Behandlungsspektrum reicht von jungen Patienten, die mit einer Sportverletzung beispielsweise aus dem Skiurlaub zurückkommen, bis hin zu 80- oder 90-Jährigen.

Um diese Vielfalt abzudecken, setzt die Klinik auf ein spezialisiertes Team. „Die Grundversorgung lernt jeder Arzt in seiner Facharztausbildung“, sagt Ochs. „Aber jeder hat immer noch eine Spezialität, die ihn besonders auszeichnet und warum er für das Team besonders wertvoll ist.“

Das zeigt sich auch an den drei leitenden Ärzten: Jörg Tinsel verantwortet die Unfallchirurgie und ist Spezialist für Sportarthroskopie, Sporttraumatologie und Schulterchirurgie. Volker Kammermeier ist leitender Arzt der Wirbelsäulen- und Handchirurgie – dafür ist er Spezialist sowie für traumatologische Fragestellungen. Und Hubertus Engel verantwortet die Orthopädie und bringt laut Ochs den Fuß chirurgisch weiter.

Operationen sind jedes Mal eine Teamleistung

Die Nachfrage nach Behandlungen ist hoch. „Wir operieren jeden Tag in vier bis fünf Sälen, und wir könnten sogar fast noch mehr machen, wenn wir mehr Ressourcen hätten“, so Ochs. Auch Folgeeingriffe, wie der Austausch von Prothesen, die nur eine gewisse Haltbarkeit haben, nehmen weiter zu. „Das beschäftigt uns wirklich im Alltag sehr und ist immer dieses spannende Feld zwischen Traumatologie, also einfach ein unfallchirurgisches Thema, und auf der anderen Seite ein orthopädisch-endoprothetisches Thema. Und das macht unglaublich Freude“, so der Chefarzt. Zudem betont er: „Am Ende, wenn hier ein zufriedener Patient herausgeht, ist es immer eine Teamleistung.“

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