Zeit für weniger Abgaben: Der Steuerstaat ist zu dick geworden |
Wenn es ihn nicht stört, dass die Schulden von heute die Steuern von morgen sind, kann Lars Klingbeil sich entspannt zurücklehnen. Alleine in diesem Jahr wird der Finanzminister für den Bund 180 Milliarden Euro an zusätzlichen Krediten aufnehmen müssen. Eine Entlastung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sollte man meinen, verbietet sich da von selbst.
Tatsächlich sind schon die Steuern von heute zu hoch und nicht erst die von morgen. Die enorme Steuer- und Abgabenlast schwächt den Standort und lässt Millionen von Beschäftigten zu wenig netto von ihrem Brutto. Die versprochene Steuerreform aber ist noch nicht einmal in Umrissen erkennbar und hat sogar das Potenzial, die Koalition zu sprengen, so groß ist die Kluft zwischen sozialdemokratischen Umverteilern und konservativen Entlastern. Obwohl es auch in den C-Parteien Stimmen gibt, die sich mit einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes als Ausgleich für eine Entlastung........