Künstler Josi Plauen rät: „Weniger mit den Augen als mit dem Herzen malen“

Der Künstler Josi Plauen, der eigentlich Jochen Singer heißt, ist seit sechs Jahrzehnten produktiv. 1997 gründete er die Malschule in Jestetten. Eine Ausstellung von rund 150 seiner Werke kann ab Freitag, 20. März, bewundert werden. Vernissage ist ab 19 Uhr im Alten Schulhaus in Jestetten. Im Interview verrät er, Josi Plauen, worauf es für ihn bei seiner Kunst ankommt.

Wie kamen Sie zur Kunst, wer hat ihr Talent entdeckt und gefördert?

JOSI PLAUEN: In meiner Familie wurde schon immer viel und oft gemalt und gezeichnet. Meine Mutter, ihr Cousin Erich Ohser, alias E.O. Plauen, und später waren Fredo Bley und Rolf Andiel meine Lehrer.

Sie stammen aus der ehemaligen DDR, sind vor der Grenzöffnung ausgereist, was hat Sie nach Jestetten geführt?

PLAUEN: Der Opa des Ehemanns meiner Schwägerin war Schweizer, stammte aus dem Emmental. Als in der Schweiz große Arbeitslosigkeit herrschte, gingen viele Käser ins Ausland auf Arbeitssuche. Das Vogtland erinnerte ihn an sein Emmental, und er gründete eine Familie, behielt aber die Schweizer Staatsbürgerschaft und reiste später wieder zurück in die Schweiz, nach Schaffhausen. Es trieb uns einfach in die Nähe der Familie.

Wie kam es zum Künstlernamen Josi Plauen?

PLAUEN: Bis 1991 unterschrieb ich noch mit „Singer“. Meine Schweizer Galeristin legte in einem Vertrag fest, dass alle verkauften........

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