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Freiburg verliert nach super Leistung trotzdem gegen die Bayern

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Noah Atubolu: Erste Halbzeit, Schuss aus zehn Metern Lennart Karl, Parade Noah Atubolu. Zweite Halbzeit, Weitschuss Micheal Olise, Parade Noah Atubolu. Weitschuss Ruben Diaz, Parade Noah Atubolu. Weitschuss Joshua Kimmich, Parade Noah Atubolu. Es sind vier großartige Aktionen des Freiburger Torhüters, aber eben auch vier, die am Ende nichts Zählbares für den Sport-Club einbringen. Denn Freiburgs Keeper muss zweimal klein beigeben gegen zwei Schüsse von Tom Bischof und in der neunten Minute der Nachspielzeit chancenlos mitansehen, wie Karl nach einer perfekten Flanke von Alphonso Davies den Ball ins leere Tor kann. Das regt Atubolu dermaßen auf, dass er sich bei Schiedsrichter Daniel Siebert über den zu langen zeitlichen Nachschlag beschwert und von dem prompt mit der gelben Karte abserviert wird. – Note: 1

Philipp Treu: 65 Minuten lang beackert Philipp Treu die rechte Abwehrseite und liefert sich dort packende Duelle mit Ruben Diaz. Der hat selten zu lachen, kommt ebenso selten am Freiburger Wadenbeißer vorbei. Erst als in der 65. Minute auf links Christian Günter gegen Lukas Kübler ausgewechselt wird und Treu die Seite wechselt, kommt Diaz zum ersten Abschluss, den SC-Torwart Atubolu glänzend pariert. Treu hat dann gegen Michael Olise enorme Schwierigkeiten, aber welcher Verteidiger hat die nicht. Größter Fehler: In der 15. Minute muss Treu freistehend das 1:0 erzielen, schießt aber neben das Tor. – Note: 2,5

Matthias Ginter: Starke Leistung des Freiburger Abwehrchefs. Hat den klaren Überblick, blockiert zwei Münchner Schüsse. Ganz zum Schluss muss „Matze Gintes“ zuschauen, wie das Unheil seinen Lauf nimmt und Karl das Münchner Siegtor erzielt. TV-Kameras zeigen später die Verzweiflung im Gesicht des SC-Verteidigers, der sich wie alle Freiburger brutal aufregt über die tatsächlich viel zu lange Nachspielzeit. – Note: 2

Philipp Lienhart: Der Österreicher, nach längerer Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf, hat keine Anpassungsschwierigkeiten, findet sich bestens zurecht. Dazu gehört bei eigenen Standardsituationen die Präsenz im gegnerischen Strafraum. Als Lienhart den Ball per Flugkopfball Richtung Bayern-Tor schickt, haben alle SC-Fans den Torschrei bereits auf den Lippen, doch Manuel Neuer, der alte Mann zwischen den Münchner Pfosten, zeigt eine super Reaktion. Bei den drei Gegentoren entfernter Zuschauer. – Note: 2,5

Christian Günter: Hat erneut den Vorzug erhalten im Duell gegen den jüngeren Teamkollegen Jordy Makengo. Rechtfertigt das Vertrauen von Trainer Julian Schuster vollkommen. Ganz starke erste Halbzeit. Als die Bayern Michael Olise, ihren Supermann auf der rechten Seite, einwechseln, entscheidet sich der SC-Trainer für eine Umstellung. Günter raus, Lukas Kübler rein für rechts hinten und Philipp Treu von rechts nach links. Guter Gedanke, aber ohne Wirkung. Doch wer kann einen Olise schon bändigen. – Note: 2

Maximilian Eggestein: Spielt den defensiven Part auf der Sechser-Position. Erledigt das zuverlässig, wird auch der Aufgabe gerecht, eher das gegnerische Spiel zu stören denn das eigene aufzubauen. Einmal setzt der „Maxi“ in der zweiten Halbzeit zum Schuss an, der aber wird geblockt und kann erst gar nicht gefährlich werden. – Note: 2,5

Johan Manzambi: Wieder ein super Auftritt des Schweizers. Stark in Zweikämpfen, stark im Spielaufbau. Absoluter Höhepunkt ist sein 25-Meter-Schuss nur 40 Sekunden nach Wiederanpfiff. Manzambi lässt mit großen Schritten Münchens Serge Gabry aussehen wie einen Schulhofkicker und vollendet dann im Turbotempo. Bayern-Keeper Neuer ist chancenlos. In der 78. Minute holt Julian Schuster seinen Schwerarbeiter vom Feld und ersetzt ihn durch Igor Matanovic. Vielleicht hätte der SC-Coach darauf verzichten sollen. – Note: 1,5

Niklas Beste: Sehr gefälliges Spiel. Ballsicher, mit prima Pässen und guten Standards. Einer davon führt nach 71 Minuten zum 2:0 durch Lucas Höler, weil Manuel Neuer Bestes besten Eckball nicht bändigen kann und die Kugel vor die Füße von Lucas Höler bugsiert, der nicht lange fackelt und technisch perfekt vollendet. Nach 78 Minuten raus für Cyriaque Irié. – Note: 2

Yuito Suzuki: Der Japaner unauffälligster Mann im Trikot des SC Freiburg? Gibt’s nicht? Gibt’s doch! Suzuki ist nicht richtig eingebunden ins Angriffsspiel des Sport-Clubs, kann so auch seine Sprintstärke nicht ausspielen. Und dann wird er vor dem Anschlusstreffer der Münchner vom Schützen Tom Bischof leichten Fußes ausgetrickst. Wird nach 89 Minuten ausgewechselt, vielleicht hätte das nicht mehr sein müssen. – Note: 3,5

Derry Scherhant: In der ersten Halbzeit mit einigen gelungenen Aktionen. Bereitet mit überlegtem Rückpass die Monsterchance von Treu vor, der statt ins neben das Tor schießt. Bei wenigen positiven Szenen bleibt es allerdings und ständiges Verteidigen ist auch nicht Scherhants Sache. – Note: 3,5

Lucas Höler: Der Mann gilt als Bayern-Schreck, weil er schon oft gegen die Münchner getroffen hat. Meistens waren das dann auch noch Tore, die dem Sport-Club etwas eingebracht haben. Auch an diesem Karsamstag befördert der „Luci“ das Runde ins Eckige, nach 71 Minuten zur Freiburger 2:0-Führung. Allerdings hätte Höler schon zuvor schon zwei Tore machen müssen. Einmal schießt er drüber, einmal täuscht er zwei Gegenspieler und schiebt dann am Kasten vorbei. Und so bringt sein 2:0 am Ende nichts ein. Dumm gelaufen. – Note: 2,5

Lukas Kübler (65. Minute für Günter): Seine Einwechslung führt dazu, dass Philipp Treu von rechts nach links wechseln muss. Es ist eine Rochade, die nichts einbringt für den Sport-Club. „Kübi“ kann Diaz nicht unter Kontrolle bringen und so auch nicht zur Stabilisierung der SC-Abwehr beitragen. – Note: 3,5

Die eingewechselten Cyriaque Irié (78. für Beste), Igor Matanovic (78. für Manzambi), Bruno Ogbus (89. für Höler) und Nicolas Höfler (89. für Suzuki) bleiben ohne Bewertung.

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