Merz übersteht den Wahlabend, aber nicht seine Krise
Wenn Friedrich Merz kämpferisch wirken wollte, hat er sein Ziel mit seinem Auftritt kurz nach 18 Uhr ziemlich klar verfehlt. Normalerweise äußert sich der Kanzler am Abend von Landtagswahlen überhaupt nicht. Merz indes ist so geschwächt, dass er am Sonntagabend wohl zeigen wollte: Ja, ich bleibe im Amt, als CDU-Parteivorsitzender und als Kanzler. Und ja, ich stehe zu den Reformen, die nötig bleiben. Das Dumme ist nur, dass kaum noch jemand diesem Mann, der da vor Europa- und Deutschlandflaggen spricht, zutraut, bei Gesundheit, Pflege, Rente und Steuern das zu liefern, was Deutschland so dringend braucht.
Die drei Wahlen im Osten (zur Erinnerung: In Sachsen-Anhalt bastelt die AfD derzeit an der Regierungsübernahme) haben das Parteiensystem der Bundesrepublik gehörig durcheinandergewirbelt. Mehr noch: Die AfD-Ergebnisse sind geeignet, die Stabilität der Bundesregierung und die Autorität des Kanzlers nachhaltig zu erschüttern. Auch, und das ist immerhin eine gute Nachricht, wenn die AfD in Mecklenburg-Vorpommern genauso wenig in die Staatskanzlei einziehen dürfte wie natürlich in Berlin.
Entscheidend werden........
