Mit Gemeindeteams machen die Katholiken die Großpfarrei menschlicher

Seit der Neuorganisation der katholischen Pfarrgemeinden, die in der Großpfarrei heilige Dreifaltigkeit Donaueschingen aufgegangen sind, gibt es nur noch für diese Großpfarrei einen Pfarreirat. Dieser löst den bisherigen Pfarrgemeinderat ab. Im neuen Pfarreirat sind aus der ehemaligen Seelsorgeeinheit Kirchtal-Donau drei Vertreter.

Amtszeit endet am 30. Juni

Andrea Elsässer-Türk aus Kirchen-Hausen, Gerhard Glunk aus Gutmadingen und Hubert Seger aus Geisingen gehören ihm an. Die bisherigen Pfarrgemeinden müssen nun sogenannte Gemeindeversammlungen einberufen und ein Gemeindeteam wählen oder berufen. Das alte, bisherige Pfarrgemeindeteam beziehungsweise der Pfarrgemeinderat ist noch bis zum 30. Juni im Amt.

Kirchen-Hausen hatte in der Raumschaft Geisingen nun den Anfang gemacht und zur Gemeindeversammlung eingeladen, der an die 60 Interessierte folgten. Judith Gebauer zeigte sich hoffnungsvoll, dass sich aus Kirchen-Hausen und Hintschingen jemand findet, der im künftigen Gemeindeteam mitarbeitet. Die bisherige Gottesdiensteinteilung der ehemaligen Seelsorgeeinheit Kirchtal-Donau läuft noch bis Ende Juli, ab August gibt es einen gemeinsamen Gottesdienstplan, was für die neue Organisationseinheit eine immense Herausforderung darstellt.

Es gibt hierfür sogenannten Pastoralräume, im Osten drei, nämlich Geisingen, Immendingen und Emmingen-Liptingen. Die Struktur der neuen Großpfarrei bildet sich aus dem Pfarrer, dem Pfarreirat und dem Vermögensrat. Die Gemeindeteams sind die Einheiten vor Ort, die das kirchliche Leben organisieren.

Die Gemeindeversammlungen sind verpflichtend vorgeschrieben, und ein Team muss aus mindestens drei Personen bestehen. Diese können in der Pfarrversammlung gewählt oder auch benannt werden.

Die Kirchen-Hausener entschieden sich dafür, dass die Personen benannt werden. Diese müssen dann in der Gemeindeversammlung bestätigt werden. Bei dieser Versammlung überreichten im Namen des Pfarrgemeindeteams Stefan Frank und Manfred Sauer den Damen des Teams ein Präsent verbunden mit dem Dank für die Arbeit. Allen voran die Vorsitzende Judith Gebauer. An ihrer Seite waren Carola Haug, Carmen Elsässer, Andrea Elsäßer-Türk, Sonja Volk und Renate Finus.

Für die neue Aufgabe als Gemeindeteam stellten sich neun Personen zur Verfügung, die im Juli noch bestätigt werden müssen. Gefragt wurde in der Versammlung, weshalb Freiburg als einziges Bistum eine solche radikale Reform durchzieht und die anderen nicht. Freiburg sei der Anfang, alle anderen zögen nach, weil sie die gleichen personellen Probleme und Rückgang an Gemeindemitglieder haben, wie Pfarrer Adolf Buhl anmerkte.

Rechnungen werden schleppend bearbeitet

Kritisch hinterfragt wurde die Neuorganisation der Verwaltung und die mehr als schleppende Bearbeitung von Anliegen und Bezahlung von Rechnungen. Stefan Frank übte Kritik und betonte dass, diese unzumutbar sei Die gleichen Probleme hätten auch der Kirchenchor und der Frauentreff. Die Steuergesetze mache der Bund, das isei das eine, die schleppende wochenlange Bearbeitung aber die Organisation der Kirche.

Informationen gab es noch zur Orgelrenovierung, nach Ostern wird die Orgel wieder in Kirchen-Hausen angeliefert und aufgebaut.

Für die Orgelfinanzierung hat das Pfarrgemeindeteam von Kirchen-Hausen eine besondere Aktion ins Leben gerufen. Man kann Orgelpfeifen erwerben, bei der Renovierung wurden zahlreiche Pfeifen ausgesondert, die nun als schöne Dekoration gekauft werden können. Kleine Pfeifen je nach Größe, zwei oder drei sind auf einem Eichenbrett (die Eiche stammt aus Kirchen-Hausen) montiert. Die Eiche stand in Kirchen-Hausen. Nach der Anlieferung der Orgel dauert der Wiederaufbau etwa eine Woche.

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