„Ein Berg an Grausamkeiten“: Instinkt eines Ermittlers enttarnt Kindesmissbrauch in Hegau-Gemeinde

Am Anfang steht ein Chat – und ein Mann, der sich als Kind ausgibt. Am 11. Februar 2025 schreibt ein Nutzer auf der Plattform „chat4free“ unter dem Namen „JungeStuteGesucht“ sexualisierte Nachrichten. Der Empfänger: ein Kind. Die Nachricht wird erfasst, landet schließlich bei NCMEC in den USA – jener Meldestelle, die weltweit Hinweise auf Kindesmissbrauch sammelt und an Ermittlungsbehörden weiterleitet. Von dort geht der Hinweis an das Cybercrime-Zentrum der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe – und schließlich auf den Schreibtisch eines Kriminalhauptkommissars in Tuttlingen. Was wie ein einzelner Chat wirkt, führt zu einem der schwersten Missbrauchsverfahren der Region.

Denn hinter dem vermeintlichen Kind verbirgt sich ein Mann Mitte 30 aus dem östlichen Hegau. Ein Nachbar. Rettungssanitäter. Jemand, dem Kinder und dessen Eltern vertrauen. Heute sitzt er im Landgerichts Konstanz. Dem 37-Jährigen wird schwerer sexueller Missbrauch in 69 Fällen vorgeworfen, dazu das Erstellen und Verbreiten von Missbrauchsdarstellungen. An mindestens vier Kindern – drei Jungen und ein Mädchen, zwischen drei und 14 – soll sich der Angeklagte vergangen haben. Die Taten sollen sich zwischen Sommer 2022 und bis zur Verhaftung im Mai 2025 ereignet haben.

„Ich hätte das nicht tun........

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