Blitzermarathon 2026 in RLP: Messstellen in Rheinland-Pfalz bekannt? Das müssen Sie wissen
Der Blitzermarathon 2026 hat in Deutschland begonnen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet das vor allem eines – in den kommenden Tagen ist besondere Vorsicht im Straßenverkehr gefragt, denn überall könnten Radarfallen lauern. Während einige Bundesländer die Standorte der Messstellen vorab veröffentlichen, halten andere sie bewusst unter Verschluss. Doch wie ist die Lage in Rheinland-Pfalz? Gibt es dort schon Hinweise darauf, wo geblitzt wird oder bleiben die Standorte geheim?
Blitzermarathon-Termin 2026: Wann findet er in RLP statt?
Im Jahr 2025 wurden laut dem Statistischen Bundesamt in Rheinland-Pfalz insgesamt 17.813 Verkehrsunfälle registriert. Rund 2500 Menschen wurden dabei schwer verletzt, 156 verloren ihr Leben. Im Vergleich zu größeren Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Bayern sind die Zahlen zwar moderater – doch auch Rheinland-Pfalz trägt seinen Teil zu den bundesweit 368.747 Unfällen bei.
„Jeder Mensch, der im Straßenverkehr sein Leben verliert, ist einer zu viel“, betonte Rheinland Pfalz‘ Innenminister Michael Ebling in einer Pressemitteilung. Ihm zufolge werde man alles dafür tun, die „Verkehrssicherheit weiter zu verbessern“. Ein zentrales Ziel dabei ist die sogenannte „Vision Zero“ – also eine Zukunft ohne Verkehrstote und Schwerverletzte.
Eine wichtige Maßnahme dieser Strategie ist die Teilnahme an den europaweiten Aktionen des Polizeinetzwerks Roadpol. Das Netzwerk koordiniert jedes Jahr mehrere Schwerpunktaktionen im Straßenverkehr, darunter Geschwindigkeitskontrollwochen im Frühjahr und im Sommer. Für 2026 stehen folgende Aktionszeiträume fest:
Speedweek: 13. bis 19. April 2026
Blitzermarathon-Höhepunkt: Mittwoch, 15. April 2026
Speedweek: 3. bis 9. August 2026
Ob ein Bundesland daran teilnimmt, entscheidet es dem ADAC zufolge selbst. Rheinland-Pfalz beteiligt sich sowohl an der Speedweek im April als auch am Blitzermarathon am 15. April. An diesem Tag wird landesweit über 24 Stunden hinweg verstärkt geblitzt.
Messstellen in Rheinland-Pfalz: Wo wird 2026 geblitzt?
Für viele Fahrerinnen und Fahrer ist es ein entscheidender Vorteil, zu wissen, wo kontrolliert wird. So lässt sich das Tempolimit bewusster einhalten – auch wenn grundsätzlich überall Vorsicht geboten sein sollte. In einigen Bundesländern werden die Standorte der Messstellen vorab veröffentlicht. So machen etwa Bayern oder Thüringen beim Blitzermarathon 2026 konkrete Angaben zu den Kontrollpunkten. Anders sieht es in Bundesländern wie Baden-Württemberg oder Niedersachsen aus – dort bleiben die Blitzerstandorte geheim. Doch wie ist die Lage in Rheinland-Pfalz?
Wer in der Aktionswoche vom 13. bis 19. April 2026 in Rheinland-Pfalz unterwegs ist, sollte überall mit Geschwindigkeitskontrollen rechnen. Die Messstellen werden nämlich, wie das Polizeipräsidium Westpfalz laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilt, nicht im Voraus bekannt gegeben. Ziel sei es, die präventive Wirkung der Kontrollen nicht zu schwächen. Die Polizei nennt jedoch Kriterien, nach denen die Standorte ausgewählt werden. Geblitzt werde vor allem dort, wo ein erhöhtes Unfallrisiko bestehe, etwa an Unfallhäufungsstellen, auf besonders gefährdeten Streckenabschnitten oder an allgemeinen Gefahrenpunkten. Dabei stehen laut dem ADAC bestimmte Bereiche besonders im Fokus:
Straßen in der Nähe von Schulen und Kindergärten
Bereiche bei Alten- und Pflegeheimen
Gebiete in der Nähe von Krankenhäusern und Baustellen
Die Geschwindigkeitskontrollen beschränken sich aber nicht nur auf innerörtliche Straßen. Auch auf Bundesstraßen und Autobahnen ist mit mobilen und stationären Messungen zu rechnen. Besonders aufmerksam sollten Verkehrsteilnehmende in größeren Städten wie Frankenthal, Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen am Rhein, Mainz, Neustadt an der Weinstraße, Neuwied, Speyer, Trier, Worms sein.
Bußgeld in RLP: Welche Strafen drohen bei Tempoverstößen?
Wer mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt wird, muss unter Umständen tief in die Tasche greifen. Je nach Tempoverstoß drohen Bußgelder von bis zu 800 Euro, inklusive zwei Punkten in Flensburg sowie einem dreimonatigen Fahrverbot. Das folgt laut dem ADAC für alle Raser, die innerorts mehr als 70 Kilometer pro Stunde zu schnell unterwegs sind. Aber auch deutlich geringere Tempoverstöße können Folgen haben: Bereits ab 25 Kilometern pro Stunde drohen neben einem Bußgeld von mindestens 150 Euro ein Punkt in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot. Eine zusätzliche Sonderstrafe im Rahmen des Blitzermarathons 2026 gibt es nicht. Es gelten also die üblichen Strafen für zu schnelles Fahren.
Übrigens: Gegen einen Bußgeldbescheid kann unter bestimmten Voraussetzungen Einspruch eingelegt werden.
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