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Blitzermarathon 2026 in Baden-Württemberg: Messstellen bekannt? Das müssen Sie wissen

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24.03.2026

Jahr für Jahr sorgt der Blitzermarathon für zahlreiche Knöllchen. Unzählige Autofahrerinnen und Autofahrer halten das Tempolimit nicht ein und riskieren dadurch hohe Bußgelder. Aber wo lauern die Radarfallen im Jahr 2026? In manchen Bundesländern werden die Messstellen vorab veröffentlicht. So können sich Fahrerinnen und Fahrer zumindest ansatzweise auf die Geschwindigkeitskontrollen einstellen. Doch wie ist es in Baden-Württemberg – werden die Messstellen bekannt gegeben oder hält das Land sie geheim?

Blitzermarathon Termin 2026: Wann findet er in Baden-Württemberg statt?

Raserei bleibt nach wie vor ein Problem auf Baden-Württembergs Straßen. Besonders deutlich wird das beim jährlichen Blitzermarathon: Im Jahr 2025 wurden in Baden-Württemberg 15.317 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, wie das Innenministerium in Stuttgart in einer Pressemitteilung informierte. 273 Fahrerinnen und Fahrer waren sogar so schnell unterwegs, dass sie mit einem Fahrverbot rechnen mussten.

Auch in diesem Jahr sollten Verkehrsteilnehmende wieder aufmerksam sein. Die Blitzaktion findet 2026 an zwei sogenannten Speedweeks statt, mit einem 24-Stunden-Höhepunkt am Blitzermarathon-Tag. Das europäische Verkehrspolizei-Netzwerk Roadpol, das die europaweiten Blitzaktionen organisiert, hat folgende Termine bekannt gegeben:

Speedweek: 13. bis 19. April 2026

Blitzermarathon-Höhepunkt: Mittwoch, 15. April 2026

Speedweek: 3. bis 9. August 2026

Ob Baden-Württemberg an allen Aktionstagen teilnimmt, entscheidet das Land selbst. Laut dem ADAC wird das Bundesland nach aktuellem Stand (März 2026) vorerst nur am Hauptaktionstag teilnehmen. Am Mittwoch, dem 15. April 2026, sollten Autofahrerinnen und Autofahrer also auf baden-württembergischen Straßen besonders auf Blitzer achten.

Messstellen in Baden-Württemberg: Wo wird 2026 geblitzt?

Im Jahr 2025 wurden in Baden-Württemberg laut dem Innenministerium mehr als 546.000 Fahrzeuge überprüft. Insgesamt standen 612 Messstellen bereit, an denen über 1400 Polizistinnen und Polizisten die Geschwindigkeit kontrollierten. Wie viele Messstellen es 2026 geben wird und wo genau kontrolliert wird, ist nicht bekannt. Anders als in anderen Bundesländern hält Baden-Württemberg die Standorte geheim. Laut dem ADAC ist jedoch davon auszugehen, dass vermehrt in größeren Städten wie Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe oder Heidelberg geblitzt wird. Doch auch in kleineren Ortschaften sollte man achtsam sein.

Besonders aufmerksam sollten Fahrerinnen und Fahrer auf Straßen sein, die als Unfallschwerpunkte gelten oder einer besonderen Gefährdung unterliegen. Dazu zählen dem ADAC zufolge etwa Gebiete in der Nähe von Schulen, Kindergärten, Altenheimen, Baustellen oder Krankenhäusern. Auch Autobahnen und Bundesstraßen gehören zu den Kontrollorten.

Baden-Württemberg veröffentlicht keine Messstellen: Droht dadurch mehr Autofahrern ein Knöllchen?

In anderen Bundesländern werden die Messstellen vorab veröffentlicht – so etwa in Bayern vom Bayerischen Staatsministerium des Innern. Wer auf bayerischen Straßen unterwegs ist, weiß also genau, wo besonders auf das Tempolimit geachtet werden sollte. Für Baden-Württemberg ist das hingegen nicht der Fall.

Noch vor etwa zehn Jahren sah das anders aus. Einer Pressemitteilung des baden-württembergischen Innenministeriums zufolge wurden die Messstellen zum Blitzermarathon 2015 noch veröffentlicht. Bürgerinnen und Bürger konnten sich sogar selbst beteiligen und Standorte melden, an denen ihrer Einschätzung nach besonders häufig zu schnell gefahren wurde. Heute werden die Messstellen nicht mehr bekannt gegeben. Fahrerinnen und Fahrer wissen also nicht, wo sie geblitzt werden könnten. Doch sind dadurch die Geschwindigkeitsüberschreitungen gestiegen? Ganz im Gegenteil: 2015, als die Messstellen noch veröffentlicht wurden, registrierte das Innenministerium Baden-Württemberg laut einer Pressemitteilung 16.307 Verstöße. Zehn Jahre später sank die Zahl leicht auf 15.317, obwohl die Messstellen geheim waren.

Eine Veröffentlichung der Messstellen macht auch nach Ansicht des bayerischen Innenministeriums keinen großen Unterschied.„Obwohl die Kontrollaktion öffentlich angekündigt wird und die Messstellen vorab bekannt gegeben werden, stellen wir fest, dass nach wie vor viel zu viele unverantwortliche Raser unterwegs sind. Sie gefährden sich selbst und auch andere durch zu schnelles Fahren“, betont Innenstaatssekretär Sandro Kirchner in einer Pressemitteilung zur Blitzaktion 2025.

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