„Selbst eingefleischte Krimi-Fans werden Schwierigkeiten haben“: Hanna Plaß in kniffligem Fall |
Frau Plaß, warum sollte man sich Ihren Krimi „Im Grunde Mord: Blutsbande“ unbedingt anschauen?
HANNA PLASS: Weil der Fall gar nicht so leicht zu lösen ist! Ich glaube, selbst eingefleischte Krimi-Fans werden Schwierigkeiten haben, herauszufinden, wer der Mörder ist. Es bleibt lange unklar, was genau passiert ist und warum und wer dabei welche Rolle spielt. Und wenn man dann denkt, man hat das Rätsel gelöst, ist plötzlich doch wieder alles anders … Dazu kommt, dass unser Krimi die Zuschauerinnen und Zuschauer wirklich in einen Zwiespalt bringt, weil man auch mit den Schuldigen mitfühlen kann, und dass der Film Fragen aufwirft, an denen man weiterknobeln kann. All das macht für mich einen guten Krimi aus.
Schauen – oder lesen Sie – gern Krimis?
PLASS: Ehrlich gesagt drehe ich viel lieber Krimis, als dass ich sie schaue oder lese.
Kommissarin Paula Schäfer ist die erste Ermittlerin, die Sie spielen, oder?
PLASS: Ja. Obwohl … Nein, ich habe in einem „Soko Wismar“-Spezial ja mal eine Dorfpolizistin auf Langeoog gespielt. Das war eine tolle Erfahrung.
Welche sind Paula herausragendste Eigenschaften, positiv wie negativ?
PLASS: Paula ist ein spezieller Typ, das ist für mich ihre positivste Eigenschaft. Sie ist kein Mensch von der Stange. Sie agiert immer im Sinne der Ermittlungen – und im Sinne der Polizei-Hierarchie, die sie kennt. Sie hat beim LKA lange in klaren Strukturen gearbeitet, aber zurück in der Heimat, in diesem kleinen Kommissariat in Detmold, gibt es solche Strukturen gar nicht. Es herrscht ein ganz anderer Ton, die Leute arbeiten viel enger zusammen, aber Paula macht einfach in ihrem Stil weiter. Das ist vielleicht eine ihrer schlechteren Eigenschaften. Andererseits: Paula macht ihr Ding, das finde ich bewundernswert. Auch wenn sie es manchmal schamlos ausnutzt, die kleine Schwester zu sein, die weiß, dass ihr großer Bruder ihr auch verzeiht, wenn sie sich mal im Ton vergreift.
Am Anfang der Ermittlungen lernt Paula den Gerichtsmediziner kennen, der ihr direkt das Du anbietet. Sie will aber lieber erst mal beim Sie bleiben. Ist das typisch........