Sagen Sie mal, Frau Manns, was haben Sie in der Gems vor? Das plant die neue Chefin im Kulturzentrum |
Kami Manns ist neue Geschäftsführerin der Singener GEMS
Frau Manns, am 1. März dieses Jahres haben Sie Andreas Kämpf als Geschäftsführerin der Singener Gems abgelöst. Was hat Sie bewogen, sich auf diese Position zu bewerben?
KAMI MANNS: Ich komme aus der internationalen Kulturpraxis. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Fragen zu Transformation, Organisationskultur und nachhaltiger Institutionsentwicklung. Die Gems befindet sich aktuell in einer Phase der Veränderung und es geht darum, Bestehendes weiterzuentwickeln und gleichzeitig gemeinsam mit dem Kernteam der Gems, der Stadt, dem Publikum und Partnern neue Perspektiven zu eröffnen und die Geschichte weiterzuschreiben. Mich reizt die Verbindung von künstlerischer Qualität, gesellschaftlicher Verantwortung und nachhaltiger Institutionsentwicklung. An diesem Prozess mitzuwirken, empfinde ich als eine sehr schöne und zugleich verantwortungsvolle Aufgabe.
KAMI MANNS: Die Kultur nicht nur als Programm zu verstehen. Singen ist eine Industrie- und Grenzstadt mit sehr unterschiedlichen Biografien, Lebensrealitäten und kulturellen Hintergründen. Gerade Häuser wie die Gems können in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung, Unsicherheit und Vereinzelung wichtige Orte des Austauschs, der Offenheit, der gegenseitigen Wahrnehmung und auch der gelebten Toleranz sein.
Wie würden Sie die aktuelle Lage der Gems beschreiben – künstlerisch, wirtschaftlich und strukturell?
KAMI MANNS: Die Gems ist ein Haus mit Geschichte. Sie ist für viele........