Merz in Indien: Es geht um Handel, Rüstung und Russland

Deutschland und Indien reagieren auf den Umbruch der Weltordnung mit einem Ausbau ihrer strategischen Partnerschaft und wollen in den Bereichen Rüstung und Wirtschaft enger kooperieren. Beim Antrittsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz beim indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi wurden insgesamt 27 Vereinbarungen unterzeichnet, um die Zusammenarbeit zu stärken.

Merz zeigte sich zuversichtlich, dass die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen Indien und der EU bald einen Schub bekommen. Im Rüstungsbereich soll ein Milliardengeschäft zum Bau von U-Booten im indischen Mumbai zum Prestigeprojekt werden.

«So wichtig Europa und die transatlantischen Beziehungen für uns Deutsche bleiben. Wir müssen heute ein weiteres, ein größeres Netz an Partnerschaften knüpfen, und zwar schnell und mit langem Atem zugleich», sagte der Kanzler nach dem Treffen mit Modi. «Indien ist dabei ein Wunschpartner für Deutschland.»

Modi sagte, der Besuch des Kanzlers verleihe den Beziehungen «neuen Schwung und Vertrauen». Er dankte Merz für seine «Aufmerksamkeit und Entschlossenheit».

Dem Kanzler wurde in Indien ein Empfang bereitet, wie er ihn noch bei keiner seiner Reisen erlebt hat. Modi lud ihn in die Millionenmetropole Ahmedabad in seiner Heimatregion ein - eine besondere Geste der Wertschätzung, die bisher nur wenigen Gästen zuteil wurde. Seit seinem Amtsantritt 2014 waren US-Präsident Donald Trump, der chinesische Präsident Xi Jinping, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu........

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