Hört, hört! 15 Jahre lang tönt aus dem Stangenplärri Amtliches durchs Städtle

Versetzen wir uns zurück ins Laufenburg der 1960er Jahre. Da geht ein Fremder am Dienstag oder Freitag gegen 19 Uhr durchs Städtle. Plötzlich ertönt aus einem Lautsprecher das Laufenburger Lied und dann eine Männerstimme, die Nachrichten und Hinweise der Stadtverwaltung spricht. Passanten bleiben stehen und bilden Kreise, Anwohner öffnen die Fenster und hören aufmerksam zu, bis nach einigen Minuten das Ende der Durchsage verkündet wird. Für den Fremden ist es eine Überraschung, für die Einwohner eine Gewohnheit, der Stimme aus dem rundlichen Blechgebilde zu lauschen.

Zuerst schellte der Amtsbote die amtlichen Mitteilungen aus

In den Nachkriegsjahren lief Amtsbote Josef Huber mit einer Messingschelle und einem Pappschild im Arm durch die Altstadt und die Vorstadt, nach Rhina, den Berg hinauf – der Rappenstein war noch nicht überbaut – durch die Oststadt und nach Stadenhausen. An bestimmten Stationen hielt er an, ließ seine Glocke erschallen und las mit lauter Stimme die Nachrichten auf seinem Deckel: „Im Namen........

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