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Lagerkoller im Dschungel: Patrick Romer zwischen Toilettenfrust und Finanzamt-Erinnerungen

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28.01.2026

Patrick Romer aus dem Konstanzer Vorort Dingelsdorf kämpft bei der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ um die Dschungelkrone. Der TV-Bauer vom Bodensee bringt reichlich Reality-TV-Erfahrung mit nach Australien und war bereits bei „Bauer sucht Frau“, dem „Sommerhaus der Stars“ und bei „Das große Promi-Büßen“ zu sehen. Entsprechend gute Chancen werden ihm eingeräumt. Doch kann Patrick Romer den Titel des Dschungelkönigs wirklich an den Bodensee bringen und sich gegen namhafte Konkurrenz wie Gil Ofarim oder Simone Ballack durchsetzen?
Wie sich der Konstanzer Landwirt im australischen Dschungel schlägt, können Sie hier mitverfolgen:

Dass sich Patrick Romer gründlich auf das Abenteuer Dschungelcamp vorbereitet hat, kam dem 30-jährigen Konstanzer jetzt mal wieder zugute – und auch seinem Reality-TV-Kollegen Umut Tekin, der vor fast so vielen Lebewesen Angst zu haben scheint wie Scream Queen Ariel aus Basel. Ausgerechnet im Dschungeltelefon, einer Art Safe Place in schwierigen Situationen, hatte der Ravensburger eine Spinne entdeckt. „Die sieht echt schwarz aus. Am Ende ist die giftig! Kann die einer wegmachen?“, machte er sich in bester Ariel-Manier Luft. Den eilig aus einem Entspannungsmoment herbeigerufenen Patrick Romer empfing er in etwa mit diesen Worten: „Du kommst doch vom Bauernland, du kriegst doch sowas hin, oder? Hast du da keine Spinnen? Mach die weg!“ Jungs vom Bodensee halten schließlich zusammen, oder? Romers ganz großer Heldenmoment blieb dennoch aus, denn die Spinne ergriff die Flucht. Vermutlich standen ihr vor lauter Schreischallwellen die Haare zu Berge.

Spekuliert wurde jedoch umgehend, dass das Spinnen-Problem ein Ablenkungsmanöver gewesen sein könnte. Der Beweis im Bewegtbild: Beim Verlassen des Dschungeltelefons steckte Romer Tekin – vermeintlich – unauffällig eine Zigarette zu. Der absichtliche Regelverstoß vor laufender Kamera blieb natürlich nicht unbemerkt. Moderatorin war über den „den süßesten Regelverstoß, seit es das Dschungelcamp gibt“, dennoch nicht böse.

Und sonst? Erklärte der Konstanzer Patrick Romer Eva Benetatou detailliert, wie man eine Kuh besamt, beeindruckte das Moderatoren-Duo mit seinen sonstigen Fähigkeiten (Motorboote reparieren, Internetseiten programmieren ...) und zeigte sich – gänzlich unbeeindruckt von Diskussionen um Bettentausch, Körpergeruch und frische Handtücher – von seiner praktischen Seite: reinigte mit Gil Ofarim das Plumpsklo und zerlegte fachmännisch ein Ziegenbein (die Belohnung für Ariels einigermaßen erfolgreich absolvierte Dschungelprüfung am Vortag). Es war seit Tag 1 das erste Mal, das etwas anderes als Reis und Bohnen in den Mägen den Camper landete. Nicht nur Tekin („brutal lecker“) war begeistert.

Apropos Essen: Bei der Dschungelprüfung gab’s für Ariel (Wen sonst?), Eva und Gil Hausmannskost nach Dschungel-Art, darunter Kamelhirn und Entenblutgelee. Während Ariel meckerte (“Das ist ekelhaft!“, „Ich kann nicht. Ich muss kotzen. Widerlich.“, „Das ist so krass. Scheiße!“), versuchten die anderen, in aller Stille zu essen. Geschafft hat’s nur Gil: drei leere Teller – drei Sterne.

Patrick Romer durfte sich heute über honigsüße Lobhudeleien der Moderatoren freuen: „Ich mag den Patrick. Ich finde so ein Landwirt steht mit beiden Beinen auf der Wiese“, gab Sonja Zietlow zum Besten. Jan Köppen konnte dem nur zustimmen: „Ich finde den mittlerweile auch sehr sympathisch.“ Das dürfte dem Dingelsdorfer runtergegangen sein wie frisch gepresstes Känguruöl. Im Hintergrund wurden unterdessen Allianzen geschmiedet: Simone Ballack, Patrick Romer und Hardy Krüger gingen ein Bündnis mit Eva Benetatou ein. Alle für eine und alle gegen eine – nämlich Ariel. „Sie ist ein mega-egozentrischer Mensch“, stellte Patrick Romer fest. „Sie denkt, die Sonne dreht sich um sie.“

Als der Streit vom Winde verweht war, zogen schon die nächsten Gewitterwolken auf – in Form eines Lagerkollers. Der Konstanzer........

© Südkurier