Ein versiertes Händchen für die blühende Natur |
Ein vielseitiges, arbeitsreiches Gartenjahr ging für den Obst- und Gartenbauverein Wehr zu Ende. Am Freitag zog man in der „Krone“ Bilanz. Im Wesentlichen hatten sich die Mitglieder mit der Streuobstwiese an der Waldstraße und der Blumenwiese auf der Zelg beschäftigt. Beide Flächen präsentieren sich in einem guten Zustand wie aus dem Bericht von Monika Trabold hervorging. Dies ist jedoch nur möglich, weil die Mitglieder kontinuierlich die beiden Projekte mit viel Hingabe hegen und pflegen. Die Blumenwiese wurde neu vorbereitet, die Bäume der Streuobstwiese frisch geschnitten.
Tipps zur Schädlingsbekämpfung
Zudem wurden hilfreiche Tipps zur sachgerechten Schädlingsbekämpfung vermittelt, ergänzt durch eine Bodenprobenaktion sowie einen Baumschnittkurs unter der Leitung von Baumfachwart Peter Felber. An seinen Kursen nahmen durchschnittlich rund 20 Personen teil. Durch das vielfältige Engagement für Gärten, Obstbäume und den Gemüseanbau versteht sich der Verein auch als wichtiger Akteur im Umweltschutz, wie Vorsitzender Konrad Büche betonte.
Die Geselligkeit kommt im Verein ebenfalls nicht zu kurz. Zwar musste das Sommerfest wetterbedingt entfallen, doch der Besuch eines Weinguts mit einer genussvollen Weinverkostung konnte wie geplant stattfinden. Darüber hinaus traf man sich regelmäßig zum Austausch bei Stammtisch- und Kaffeerunden. In Zukunft müsse der Verein sein Augenmerk verstärkt auf die Asiatische Hornisse richten, die zunehmend auch in unseren Breiten vorkomme und eine ernstzunehmende Gefahr darstelle. Sie baue ihre kugelförmigen Nester bevorzugt in Bäumen und Hecken und mache sich zudem über Fallobst her, wie Jürgen Schönauer warnend erläuterte. Die Bekämpfung dieses invasiven Insekts habe oberste Priorität, betonte Schönauer, der auch in seiner Funktion als Imker zur Versammlung sprach.
Baumschnittkurse, Fachvorträge, die Ausbildung neuer Schnittkursleiter und Geselligkeit stehen auch in Zukunft auf der Agenda. Obligatorisch sind die fachlichen Unterweisungen zum Pflanzen- und Artenschutz sowie dazu, wie man eine Blumenwiese anlegt, ohne gegen geltende Vorschriften zu verstoßen.
Um den Vereinsnachwuchs zu sichern, sollen künftig verstärkt jüngere Mitglieder und Familien zur Teilnahme am Kursangebot motiviert werden. Gesprächsstoff bot auch das schwelende Flurbereinigungsverfahren. Es sollte nun bald mit der Ein- und Zuteilung der Grundstücke begonnen werden. Die Kosten für den Wegebau wurden bereits 2017 beglichen. Da das Verfahren ins Stocken geraten ist, möchte sich Bürgermeisterstellvertreter Paul Erhart nach dem aktuellen Stand erkundigen.
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