3 Tote nach Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Passagiere sollen nach Teneriffa gebracht werden |
Auf einem niederländischen Atlantik-Kreuzfahrtschiff namens „Hondius“ ist ein Virus ausgebrochen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am 4. Mai 2026 meldete. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bisher drei Menschen an Bord des Schiffes mutmaßlich nach einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben. Weitere Personen sind infiziert. Nachdem die afrikanische Inselgruppe Kap Verde dem Kreuzfahrtschiff das Anlegen verweigert hatte, hat die spanische Regierung das Anlaufen eines Hafens auf Teneriffa erlaubt. Aber auf den Kanarischen Inseln regt sich politischer Widerstand.
Hantavirus: Warum soll das Kreuzfahrtschiff „Hondius“ auf Teneriffa anlegen?
Das spanische Gesundheitsministerium teilte am Dienstagabend, dem 5. Mai 2026, mit, die Entscheidung, das Schiff zu den Kanaren umzuleiten, sei in Abstimmung mit der WHO und der EU getroffen worden – im Einklang mit internationalem Recht und humanitären Grundsätzen. Kap Verde, wo das Schiff derzeit vor Anker liegt, könne den Einsatz nicht selbst durchführen. Die Kanarischen Inseln seien deshalb der nächstgelegene Ort mit den notwendigen Kapazitäten. Spanien habe eine moralische und rechtliche Verpflichtung, diesen Menschen zu helfen. Unter den Passagieren seien auch mehrere spanische Staatsbürger.
Nachdem das Ministerium den Ankunftshafen zunächst nicht offiziell bestätigt hatte, hat die Reederei Oceanwide Expeditions, Betreiberin des Kreuzfahrtschiffs, am 6. Mai 2026 einen Antrag auf Anlegen in Santa Cruz de Tenerife am 9. Mai 2026 gestellt, wie die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Spaniens RTVE berichtet.
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