Was lange währt: Jetzt gibt es Schnäppchenpreise im DRK Lädele

„Mit der Eröffnung des DRK-Lädeles erfüllt sich ein Traum, der mich schon 30 Jahre lang begleitet“, sagt Lothar Schmidt, Leiter der Sozialarbeit beim DRK vom Ortsverband. Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten ist er auf das ehemalige Matisse gestoßen. Was einst als Bistro und Crêperie gelaufen ist, wurde zur Einkaufsmöglichkeit für den kleinen Geldbeutel.

Riesige Unterstützung gefunden

Auf seinen Aufruf nach Ehrenamtlichen haben sich 26 Menschen gemeldet. „Das ist eine riesige Unterstützung, zumal die meisten Menschen außerhalb des Vereins kommen“, freut sich Lothar Schmidt. Auf der Suche nach dem Sortiment haben sich viele Spender eingefunden. Die Ware wird erst kontrolliert, da man keine Vermüllung wünscht. Spenden können während der Öffnungszeiten abgegeben werden.

Diese sind am Donnerstag und Freitag von 9.30 bis 12.30 Uhr, sowie 15 bis 18 Uhr. Am Samstag ist das Lädele von 9.30 bis 12.30 Uhr geöffnet. Bereits nach den ersten Öffnungstagen stellte sich heraus, dass man von Kunden überrannt wird. Schmidt hat sich auch gut vorbereitet und sich bei ähnlichen Einrichtungen informiert.

Die Ausstattung mit Kleiderständer, Regalen und Schaufensterpuppen bekam er durch einen glücklichen Zufall. Ein Kleiderhaus in Singen schloss und hat seine Schaufensterpuppen angeboten. Ein Freund hat den DRK-Umtriebigen informiert und schon fuhr dieser los und kam mit dem notwenigen Inventar zurück.

Das kann man hier kaufen

Mit der Miete im Wohnpark Kreuz 1 sei man ihm entgegengekommen, denn sie läge weit unter dem üblichen Durchschnitt. Das Sortiment umfasst Damen-, Herren und Kindermode, Schuhe, Mützen, Tücher und Schals. Auch mit Modeschmuck, Deko- und Haushaltsartikel kann man sich ausstatten. Bettwäsche, Handtücher und sogar Stoffreste lagern in den Regalen. Ebenso sind Spielzeuge und Bücher für wenig Geld mitzunehmen. Elektroware gibt es dagegen nicht.

„Ich finde die Einrichtung einfach toll“, sagt eine Reha-Patientin, „denn Second-hand ist für alle eine Win-Win-Situation“. Simone Knörzer wollte eigentlich nur Ware ihrer Mutter vorbeibringen. Und schon hatte sie tolle Stoffreste gefunden. Und ihr Mann Roland hatte ruckzuck eine bayrische Lederhose in den Händen.

„Für fünf Eure bekommt man hier wirklich viel“, macht Lothar Schmidt Werbung. Man will die Artikel nicht überteuert weitergeben, da man einen schnellen Wechsel des Sortiments wünscht. Mit dem Verkaufserlös der gebrauchten Kleidung und Waren werden soziale Projekte und Dienstleistungen des DRK finanziert.

„Unser Ziel ist es Senioren-Fahrten anzubieten. Dazu sind wir auf der Suche nach dem geeigneten Fahrzeug und Finanzspritzen“, verrät Lothar Schmidt. Obwohl DRK-Altkleidercontainer in Umlandstädten demontiert sind, kann man dies in Bad Dürrheim noch anbieten. Hierfür ist eine Firma beauftragt. Die Ware für das Lädele kommt also nicht aus diesen Containern.

Im Laden arbeiten drei Personen pro Schicht. Helferin Gerda Sauter aus Villingen sagt sie habe ihr Leben lang im Ehrenamt gearbeitet und entdeckte den Aufruf in der Kreuzpassage. Die gelernte Dekorateurin Rosemarie Kühn wohnt in Fürstenberg und hat schon lange eine sinnvolle Beschäftigung gesucht. Alle haben hier im Lädele Riesenspaß sagen sie unisono.

Der Laden dient auch zu Verstärkung von sozialen Kontakten, denn eine Sitzecke zum Aufenthalt für ein Schwätzchen beim Kaffeetrinken ist geblieben.

Mit dem Wiederbenutzen von Kleidung und Waren verlängert man deren Lebensdauer. Somit werden Ressourcen geschont und Abfall vermieden. Der Begriff hierfür heißt Re-Use. Upcycling bedeutet kreative Wiederverwertung und Re-Fashion eine modische Umgestaltung von Kleidungsstücken.

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