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Wie Deutschland ins Fadenkreuz der Mullahs gerät

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21.05.2026

Die Praxis von Josef Schuster lag mitten in der Würzburger Innenstadt, mitten im alltäglichen Trubel. Die Patienten schätzten die Arbeit des Internisten. Im Jahr 2020 hängte er den Arztkittel an den Haken und konzentrierte sich seither ganz auf sein Amt. Schuster ist Vorsitzender des Zentralrats der Juden, ein Mann, dessen Stimme Gewicht hat und der um Ausgleich bemüht ist. Doch seit dem blutigen Terrorangriff der Hamas auf Israel ist das Leben für Menschen jüdischen Glaubens auch in Deutschland kompliziert geworden. Und für Schuster ganz besonders.

Der iranische Geheimdienst hat zwei Männer auf ihn angesetzt. Das Ziel: Schusters Tod. Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen die mutmaßlichen Auftragsmörder erhoben. Schuster war nicht der Einzige, der sterben sollte. Auch Volker Beck, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, war im Visier der Iraner. Der ehemalige Grünenpolitiker ist ein bekannter Unterstützer........

© Südkurier