Letztes Konzert des Singkreises Eschbach lockt viel Publikum an |
1990 ist der Singkreis Eschbach gegründet worden. Jetzt, nach 36 Jahren, stellte der Gemischte Chor seine Tätigkeit ein. Mit einem glanzvollen Abschiedskonzert in der Eschbacher Gemeindehalle setzte der Verein seinen Schlusspunkt. Vorsitzende des Chors ist seit 1999 Gertrud Steßl.
Sie löste Dieter Zauft ab, der seit der Gründungszeit als Vorsitzender amtierte. 1999 kündigte auch Helmut Holzschuh seinen Rücktritt an, der schon damals den Singkreis mit seinen Konzerten zu großartigen Erfolgen geführt hatte. Jetzt musste der Singkreis aus Mangel an Mitgliedern seine Aktivitäten endgültig einstellen.
Schon bei der Hauptversammlung im Juni 2012 hatte Gertrud Steßl mit großem Bedauern festgestellt: „Wir müssen neue Mitglieder finden, wenn der Chor weiter existieren will.“ An Lob fehlte es nicht, die Chorleiterin Stephanie Pönitz, seit 2004 im Amt, hatte sich einmal so geäußert: „Ihr alle tragt meine Ideen und Ansprüche mit, ich bin stolz auf das, was Ihr leistet.“
2013 schon bloß noch 18 Sängerinnen und Sänger
Höhepunkt des Jahres war immer das Brunnenfest, das viele Jahre unter der Regie des Singkreises auf dem Hof des Gemeindehauses über die Bühne ging. Die Sänger hatten auch ein eigenes Zuhause: die stilvoll eingerichtete „Sängerklause“ im oberen Stockwerk des Gemeindehauses. 2013 lud der Chor zu einer musikalischen Reise durch Europa ein. Aber schon damals zählte der Chor nur noch 18 Sängerinnen und Sänger, die Sänger in der Minderzahl. 2015 wurde das 25-jährige Bestehen gefeiert.
Die Vorsitzende Gertrud Steßl freute sich, beim Abschiedskonzert noch einmal ein volles Haus mit vielen Gästen begrüßen zu können. Unter ihnen waren der Waldshut-Tiengener Oberbürgermeister Martin Gruner, der Ehrenpräsident des Chorverbands Hochrhein, Josef Brogle, der Eschbacher Ortsvorsteher Matthias Schupp und die Abordnungen befreundeter Vereine. Unter dem Applaus des Publikums betraten die Sängerinnen und Sänger die Bühne, die Herren mit einem Zylinderhut. „Ich bin überwältigt von der großen Resonanz zu unserem letzten Konzert“, sagte Gertrud Steßl bei der Begrüßung.
Zugleich kündigte sie ein schönes Programm an, das Dirigentin Stephanie Pönitz und Pianist Martin Umrath zusammengestellt hatten. Durch das Programm führten Marina Reichmann und Markus Wassmer. Dann erklang das erste Lied: „Wenn ich vergnügt bin, muss ich singen“. Es folgten Evergreens, wie „Veronika, der Lenz ist da“ oder „Wochenend‘ und Sonnenschein“. Im zweiten Teil präsentierte der Chor klassische Stücke von W. A. Mozart, darunter bekannte Arien aus der Oper „Don Giovanni“.
Einige Sängerinnen und Sänger sind von Anfang an dabei
Zum Höhepunkt wurde der dritte Teil des Konzerts, „Eine Reise nach Italien“. Das Publikum war hellauf begeistert und stimmte mit ein, als es hieß: „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“. Dann der Schluss: „Es wird Zeit, zu gehen“. Besondere Akzente setzten die beiden Solisten: Dirigentin Stephanie Pönitz und Gastsänger Wolfgang Palm. Dazwischen wurden die Mitglieder geehrt, die von Anfang an dabei waren: Helmut Glaser, Gerlinde Seitel, Vreni Würtenberger, Brigitte Ebner, Gerlinde Glaser, Dieter Zauft und die Vorsitzende Gertrud Steßl.
Auf dem Programmblatt standen diese Worte: „Nach 36 eindrücklichen Jahren heißt es für uns Abschied nehmen. Was als gemeinsame Freude am Singen begann, wurde zu einer langen Zeit voller Musik, vieler schöner Begegnungen und unvergesslicher Momente. Wir durften Feste gestalten, Gottesdienste begleiten, Konzerte singen und viele Herzen berühren und dabei selbst unzählige schöne Erinnerungen sammeln. Auch wenn sich unser Verein nun auflöst, bleiben die Lieder, die Freundschaften und das gemeinsame Erleben in unseren Herzen bestehen.“
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