Jetzt steht es fest: So geht es künftig mit dem Querklecks weiter

Dass der Querklecks, ein offener Freizeittreff für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung, als wichtiges Angebot unbedingt bestehen bleiben soll, das ist bereits im Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales deutlich geworden. Und auch, dass es für eine dauerhafte Sicherung einen neuen Träger und nicht nur Ehrenamtliche und die Unterstützung der Stadt braucht. Um diesen zu finden, hat die Stadt mehrere soziale Träger, etwa Caritas, Malteser und Johanniter, angefragt - ohne Erfolg. Schließlich meldete sich das Diakonische Werk im evangelischen Kirchenbezirk Konstanz, das seine Hauptgeschäftsstelle im Mehrgenerationenhaus in Radolfzell hat.

Dass die Diakonie großes Interesse an der Übernahme des Querklecks hat, betonte die Mitarbeiterin Anke Brednich im Ausschuss. Und auch das Gremium wollte der Diakonie die Trägerschaft gerne übertragen. Das letzte Wort hatte aber der Gemeinderat, der sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema auseinandersetzen musste.

Doch auch hier gab es keine Widersprüche: Der Gemeinderat stimmte einstimmig dafür, dass die Diakonie den Querklecks fortführen soll - und das schon sehr bald, nämlich ab dem 1. April. Wie aus der Leistungsvereinbarung hervorgeht, bringt das aber nicht nur Verpflichtungen der Diakonie mit sich. Die Stadt soll diese unterstützen.

Was bedeutet das nun?

Konkret wird der Querklecks laut der Leistungsvereinbarung künftig mit einer pädagogischen Fachkraft geleitet, die bisherigen Ehrenamtlichen können bei der Diakonie weiterarbeiten. Die vorhandenen Spendengelder werden übertragen, bleiben aber zweckgebunden.

Die Stadt verpflichtet sich wiederum, die Räumlichkeiten des Querklecks in der Güttinger Straße 19 der Diakonie kostenlos zu überlassen, gleiches gilt für Vermögensgegenstände und die Ausstattung, die zur Aufgabenerfüllung benötigt wird. Außerdem soll es eine jährliche Unterstützung durch die Stadt in Höhe von 32.950 Euro geben. Weil dieses Jahr schon angelaufen ist, sind es für 2026 anteilig noch rund 25.970 Euro.

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