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Grammys ungewohnt politisch - Bad Bunny mit bestem Album

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02.02.2026

Bei einer besonders politischen Grammy-Gala hat der US-Rapper Bad Bunny den Preis für das beste Album gewonnen. Mit «DeBÍ TiRAR MáS FOToS» wurde bei der Gala in Los Angeles in dieser bedeutenden Kategorie erstmals ein Album ausgezeichnet, dessen Songtexte komplett auf Spanisch sind.

Das Album ist eine Hommage Bad Bunnys an seine Heimat Puerto Rico, es geht um Themen wie kulturelle Identität oder Kolonialismus. Der 31-Jährige nutzte wie einige andere Stars die Bühne für politischen Protest. Einige Promis trugen Anstecknadeln mit der Aufschrift «ICE Out» als Zeichen der Kritik am Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde, Moderator Trevor Noah verteilte Seitenhiebe gegen US-Präsident Donald Trump.

Seit der zweiten Amtsübernahme von Trump wurde noch bei keiner live im US-Fernsehen übertragenen Entertainment-Gala geballt so viel Kritik an seiner Politik geäußert wie bei dieser.

Das ließ der US-Präsident dann auch nicht unkommentiert. Die Musikpreis-Verleihung sei «Müll» und «praktisch nicht anschaubar», schrieb Trump kurz nach Ende der Gala bei seinem Online-Sprachrohr Truth Social. Trump bezeichnete Moderator Noah als «totalen Verlierer», der kein Talent habe, und drohte ihm mit einer Klage.

Die Grammys, die zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt gehören, wurden in diesem Jahr zum 68. Mal verliehen. Rund 13.000 Mitglieder der Recording Academy entscheiden über die Preisträger.

Die meisten Trophäen in Form goldener Grammophone gewann der Rapper Kendrick Lamar. Er war mit den meisten Nominierungen in die Gala gegangen und konnte schließlich fünf von neun in Preise verwandeln.

Bad Bunny, der mit bürgerlichem Namen Benito Antonio Martínez Ocasio heißt, gewann auch die Auszeichnungen für «Bestes Música Urbana Album» und «Best Global Music Performance». Der 31-Jährige übte auf der Bühne scharfe Kritik an der US-Einwanderungsbehörde ICE:........

© Südkurier