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6,5 Jahre Gefängnis für 23-jährigen Brandstifter

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Das Landgericht Hechingen hat den dreifachen Molotowcocktailwerfer von Leibertingen zu einer Gefängnisstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt. Richter Volker Schwarz begründete die Haftstrafe gegenüber dem 23-Jährigen mit dessen Straftaten im Oktober 2025, die als versuchter Mord, schwere Brandstiftung und dem unerlaubten Führen von Brandwaffen geahndet wurden. Der Angeklagte hatte bei seiner Attacke gegen eine Familie, deren Vater der AfD nahesteht, das Auto der Ehefrau in Vollbrand gesetzt.

„Molli“ auf Polizisten kein Tötungsversuch

Der Brandanschlag auf das Wohnhaus war ihm zwar missglückt, doch die Absicht wurde als Mordversuch gewertet. Sein drittes Geschoss, das 17 Meter vor alarmierten Polizisten aufschlug, interpretierte das Gericht nicht als gezielten Tötungsversuch, sondern als Ablenkungsmanöver, um seinen nicht explodierten zweiten "Molli" bergen zu können. Somit blieb das Gericht zwei Jahre unter dem von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafmaß. Der junge Mann hatte sich über das Internet radikalisiert. Der SÜDKURIER wird noch ausführlich über den Prozesstag berichten.

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88637 Leibertingen Icon Haken im Kreis gesetzt Icon Plus im Kreis

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© Südkurier