Mann aus Allensbach verschwunden – Polizei wertet Hinweise auf seinen Verbleib aus |
Ein Polizeihubschrauber in der Luft, Spürhunde und Suchtrupps an Land und Boote der Polizei und der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft – kurz: DLRG – auf dem Wasser haben am Ufer des Gnadensees am Sonntag, 19. April, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen. Wie die Polizei Konstanz vermeldete, werde nach einer Person gesucht, die sich in einer hilflosen Lage befinden könnte. Am Abend gegen 20 Uhr wurde der Sucheinsatz schließlich beendet – vorerst ohne Ergebnis.
Polizei Konstanz sucht Vermissten aus Allensbach
Wie Katrin Rosenthal, Pressesprecherin der Konstanzer Polizei, am Folgetag erklärt, sei ein Mann aus Allensbach am Sonntagnachmittag durch Angehörige als vermisst gemeldet worden. Daraufhin sei eine umfangreiche Suchaktion eingeleitet worden, bei der zusätzlich zu den Maßnahmen an Land und auf dem Wasser auch der Polizeihubschrauber aus Stuttgart angefordert wurde. Zudem unterstützten Drohnenpiloten die Suche aus der Luft.
Auch am Montagvormittag, 20. April, sei der Mann noch nicht wieder aufgetaucht. „Stand jetzt werden wir am heutigen Tag keine weiteren Suchmaßnahmen im Bereich Allensbach durchführen“, so Rosenthal im Telefonat mit dem SÜDKURIER. Zunächst würden die Beamten alle ihnen vorliegenden Hinweise überprüfen und diesen Spuren nachgehen. Dass die Suche zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden könnte, sei nicht ausgeschlossen.
Warum wird die Öffentlichkeit nicht einbezogen?
Eine öffentliche Fahndung nach dem Vermissten mit einem Foto sei zunächst nicht geplant. Ob die Bevölkerung in die Suche einbezogen wird, hänge laut der Polizeisprecherin von einer Vielzahl von Faktoren ab und sei durch rechtliche Vorgaben geregelt. Dazu zählt unter anderem das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und Privatsphäre, das auch für Vermisste gilt. Daher darf die öffentliche Fahndung nur als letztes Mittel eingesetzt werden, da sie einen erheblichen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte darstellt. Über den Umgang und die Bearbeitung mit Vermisstenfällen informiert unter anderem das Bundeskriminalamt auf der Homepage www.bka.de.
Erst am vergangenen Freitag, 17. April, hatte ein in der Luft kreisender Polizeihubschrauber über der Waldsiedlung Reichenau und Konstanz-Wollmatingen manche Anwohner beunruhigt. Auch in diesem Fall wurde nach einer vermissten Person gesucht. Am Sonntag, 19. April, hatte ein Sprecher des Führungs- und Lagezentrums des Polizeipräsidiums aber gute Nachrichten: Diese Suche ist erfolgreich beendet; die Person wurde wohlbehalten angetroffen.
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