Christoph Maria Herbst: "Ich versuche, meine Beziehung lösungsorientiert zu leben" |
Hallo Herr Herbst, die beliebte Komödienreihe „Merz gegen Merz“ geht in die nächste Runde. Sie als Erik Merz haben sich dieses Mal so viel vorgenommen, etwa Ihrer Ex-Frau zu sagen, wie wichtig sie für Sie ist. Und Sie haben es wieder nicht vermasselt. Warum?
CHRISTOPH MARIA HERBST: Der Erik ist halt wie er ist. Er kann nicht aus seiner Haut raus. Das zieht sich wie ein toxischer roter Faden durch all die Filme. Seine Ex weidet ja längst auf anderen Wiesen, stellt aber auch fest, dass sie ihr Glück noch nicht so richtig gefunden hat. Jetzt kommt bei beiden eine Altersmilde hinzu, so dass sie feststellen, was sie am anderen hatten. Der Erik konnte ja nie richtig loslassen. Er hat dann sein Glück im Alkohol gesucht, hat sich einen Hund besorgt. Um es zusammenzufassen: Er ist halt ein emotionaler Legastheniker. Und keiner weiß besser solche Menschen in Szene zu setzen als unser Autor Ralf Husmann. Was das über Husmann sagt, mögen andere beschreiben.
Warum ist es für das Publikum so interessant, einem Paar zuzusehen, das sich nicht trennen kann, aber auch nicht zusammen kann?
HERBST: Merz gegen Merz hat ja mittlerweile ein Eigenleben. Das ist keine Serie mehr, sondern man lässt uns inzwischen 90-Minüter machen. Den Menschen gefällt es einfach zu sehen, was mit zwei Menschen passiert, die miteinander nicht können, aber nach wie vor feinstofflich miteinander verbunden sind. Ich glaube, es sind nicht nur die beiden, die den Erfolg ausmachen. Die Zuschauer mögen es einfach, einer über Generationen hinweg........