Koalitionsgipfel zu den Spritpreisen: Wie dem Kanzler sein Kabinett entglitt |
Während sich die Spitzen der Koalition am Sonntagmorgen in der Villa Borsig im Nordwesten Berlins einfinden, dominiert gerade eine Nachricht die Schlagzeilen: Die USA brechen die erste Runde der Verhandlungen mit Teheran vorerst ab. Später am Tag verkündet US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade in der Straße von Hormus. Wie es weitergeht? Zu diesem Zeitpunkt völlig unklar.
Für die Bundesregierung, die sich an diesem Wochenende mit den Folgen des Kriegs beschäftigen muss, steigert das nur die Dringlichkeit. In der beschaulichen Unternehmervilla diskutiert man über die Lage im Nahen Osten und über mögliche Reformen. Vor allem aber geht es um die Frage nach Entlastungen bei den Energiepreisen – gezwungenermaßen.
Dass das Treffen überhaupt zum Krisengipfel wurde, hängt auch mit der Kommunikation der Regierung zusammen – und insbesondere mit der des Kanzlers. Nun ist es zwar nicht so, dass der nicht versucht hätte, ein Machtwort zu sprechen. Seine Wirkung aber hat es verfehlt. Ein Rückblick.
Streit um die Spritpreise: Für Merz ist es ein Dilemma
Donnerstag: Merz stellt sich nach einer Aussprache mit seinen Ministern vor die Presse und erklärt im Vertrauen auf die Kompromissfähigkeit seines Kabinetts, er erwarte, dass........