Ist der Linksterrorismus in Deutschland wirklich zurück?
Fast eine Woche liegt der Anschlag auf das Berliner Stromnetz zurück. Aber über die Täter ist weiterhin wenig bekannt. Dabei geben die sich alle Mühe, sich zu erklären. Im Netz findet sich jedenfalls eine ganze Reihe von Bekennerschreiben.
Zunächst gestand eine selbsternannte „Vulkangruppe“, den Angriff auf das Berliner Stromnetz begangen zu haben („Wir haben heute das Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk in Lichterfelde angegriffen“). In einem zweiten Brief beschwerten sich die mutmaßlichen Täter über die Presse, weil man sich nicht ausreichend zitiert fühlte („Unsere Erklärung ist bis heute aus politischem Kalkül nicht öffentlich gemacht worden“). Und in einem Dritten wollte man betonen, dass man diese Straftat auch wirklich ganz alleine begangen habe – und nicht etwa der russische Geheimdienst („Diese Spekulationen sind nichts weiter als der Versuch, die eigene Ohnmacht zu kaschieren“).
Die vielen Bekennerschreiben wiederum gefielen einer Organisation überhaupt nicht, nämlich der mutmaßlich ursprünglichen Vulkangruppe, die sich von dem Anschlag in Berlin distanzierte („Die Texte und Aktionen der letzten Jahre stammen nicht von uns“). So weit, so verwirrend.
Um diese Verwirrung aufzuklären, meldete sich........
