Ist das schon ein Comeback?

Er ist etwas später an der Reihe, als er das von Generaldebatten gewöhnt ist. Am Mittwoch, um 14.38 Uhr, erteilt Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour dem neuen Haushälter der Union das Wort. Sein Name ist Jens Spahn. Bis vor kurzem war er Vorsitzender der Kanzler-Fraktion und genoss das Privileg, besonders früh und besonders lange sprechen zu dürfen. Jetzt ist er der letzte Redner für diesen Tagesordnungspunkt, den TOP 5: Einzelplan des Auswärtigen Amts.

Trotzdem geht ein Raunen durch das Plenum. Es ist Spahns erster Auftritt am Rednerpult, nachdem er vom Fraktionsvorsitz zurücktreten musste – weil er entgegen der Linie seiner Partei und seinem eigenen Abstimmungsverhalten eine Leihmutter in den USA in Anspruch genommen hatte. Nun steht er für kurze Zeit wieder im Rampenlicht und ist dabei so ganz der Alte, dass man sich fragt: Plant Spahn, dem immer Ambitionen auf das Kanzleramt nachgesagt wurden, seine Rückkehr an die Spitze?

Jens Spahn arbeitet sich an der AfD ab: „Verrat am Vaterland“

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