Kultur als DNA einer Stadt – doch wie kann und darf daran gespart werden?

Wie geht es weiter für die und mit der Konstanzer Kultur? Diese Frage zu beantworten, konnte beim SÜDKURIER-Stadtgespräch zum Thema „Kunst und Kultur für alle – Wunschtraum oder Realität?“ kaum gelingen. Doch rund 70 Menschen diskutierten teils hitzig darüber, wo und wie gespart werden kann, schließlich ist die Stadtkasse bekanntermaßen knapp und der Rotstift schon angesetzt. In der Diskussion kamen neben vielen Besucherinnen und Besuchern, die offenkundig Fans der Kulturlandschaft sind, auch Menschen zu Wort, die diese in der Stadt selbst prägen.

So wie Theaterintendantin Karin Becker, Musikschulleiter Dieter Dörrenbächer und Stadtbibliotheks-Leiterin Ulrike Horn. Becker diskutiere über Einsparungen schon, seit sie in dieser Stadt sei. Doch nach ihrer Auffassung sollte an dieser Stelle nicht gespart werden, denn Kunst und Kultur bieten die Orte, wo demokratische Werte gelebt und weitergegeben werden können. „Diese Orte sind wahnsinnig wichtig für Debatten und Austausch“, befand sie. Nicht nur für demokratische Werte, ergänzte direkt Besucher Alexander Gebauer, sondern auch für Werte allgemein.

Wo man sparen kann und wo nicht

Im Raum standen immaterielle Werte, aber auch handfeste finanzielle. Schließlich sollen im Kulturbereich 2,2 Millionen Euro gekürzt werden. Der Gemeinderat hat kurz nach dem Stadtgespräch das sogenannte Eckwerte-Verfahren beschlossen, und die Verwaltung wird nun konkrete Maßnahmen erarbeiten. Otto Schelling appellierte für Augenmaß, denn es gebe Einrichtungen wie ein Orchester, bei denen man schwer kürzen könne, ohne sie kaputtzumachen. Bei........

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