In Schwandorf beginnt die Familiensaga

Frau Palumbo, nach Ihren Krimis als Luzi van Gisteren haben Sie nun mit „Flüsterzeit“ einen historischen Roman geschrieben. Wie kam es dazu?

PALUMBO: Die Handlung hat viel mit meiner eigenen Familiengeschichte zu tun. Anregung gab mir unter anderem der Briefwechsel zwischen meinen Familienangehörigen, die Anfang des 20. Jahrhunderts nach Amerika oder ins Saarland ausgewandert sind. Ein Teil des Romans ist autobiografisch, der andere fiktiv. In Wirklichkeit hat der Zweite Weltkrieg die Familie in die USA geführt, im Buch liegt der Zeitpunkt davor. Da der Kontakt zu den Nachfahren meiner Familie in den USA mittlerweile so innig ist, beschäftigte mich die Frage, wie eine solche Verbindung über die Generationen hinweg bestehen kann. Das stand am Beginn der Recherche.

Pfarrer Heinrich Heidegger aus Meßkirch war Ihnen dabei eine große Hilfe.

PALUMBO: Heinrich Heidegger kam in jungen Jahren als Pfarrer nach Schwandorf. Er kannte meine Mutter über die kirchliche Arbeit gut und wusste viel über sie. Er hat mein Vorhaben, ein Buch zu schreiben, sehr begrüßt. Da er in den 70ern selbst ein Buch über Schwandorf schrieb, konnte er mir wertvolles Material für meine Recherche liefern.

Auf welche Quellen haben Sie sich noch gestützt?

PALUMBO: Der damalige Ortsvorsteher von Schwandorf, Günter Binder, erstellte anlässlich eines Ortsjubiläums das Buch „Schwandorf. Neue Beiträge zur Geschichte und Gegenwart“, das mir eine wertvolle Quelle war. Auch das „Ortssippenbuch“, in dem meine Vorfahren seit 1650 verzeichnet sind, war sehr hilfreich. Einige Zeitzeugen........

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