Vom Schlosssee bis zum East River: Wigald Bonings verrückte Bade-Reise

Seit Jahren steigt Wigald Boning täglich ins Wasser – bei Wind und Wetter. In seinem Lichtbildvortrag nimmt der Entertainer das Publikum mit auf eine ebenso kuriose wie unterhaltsame Reise durch Seen, Flüsse und Eisbäder.

Am Freitag war bereits sein 1358. Badetag – ein Freiluftbad, wie er betont. Erst kurz zuvor sei er noch ganz in der Nähe ins Wasser gegangen: im Schlosssee in Salem. „Ob man irgendwo baden darf, ist nicht immer ganz klar – aber da war es ziemlich klar“, sagt Boning augenzwinkernd und spielt damit auf das dortige Badeverbot an, das ihn offensichtlich nicht abgehalten hat.

Vom Marathon ins Wasser

In seinem Bühnenprogramm „Herr Boning geht baden“ spannt er den Bogen von den Anfängen bis zu spektakulären Aktionen. Zunächst war es der Sport: Marathonläufe, 24-Stunden-Wettkämpfe und 2014 das Durchschwimmen des Bodensees von Friedrichshafen nach Romanshorn. „Ich halte bis heute den Weltrekord als Letztplatzierter“, sagt Boning trocken.

Erst während der Corona-Zeit wird aus dem sportlichen Ehrgeiz eine tägliche Routine. Eine Kalkschulter zwingt ihn zum Umdenken. „Ich habe mir das erst für ein Jahr vorgenommen – und dann einfach weitergemacht.“

Anekdoten zwischen Risiko und Humor

Bonings Vortrag lebt von persönlichen Geschichten: ein spontanes Bad während Dreharbeiten in der Ostsee, ein Tauchgang im Regenrückhaltebecken am Flughafen Hannover („Ich bin fürs Leben enteist“) oder ein riskanter Ausflug in den East River.

Nicht immer bleibt es ungefährlich. Strömungen, Verschmutzungen oder extreme Temperaturen bringen ihn an Grenzen. Ein zu heißer Badezuber im Zillertal endet sogar mit einer Platzwunde. „Ich wollte mich entspannen – und wache auf dem Plumpsklo wieder auf.“

Zwischen Ehrgeiz und Lebensfreude

Am Ende bleibt neben vielen Lachern vor allem die Erkenntnis: Boning badet weiter – aus Freude, Ehrgeiz und weil es ihm guttut. Und beim Publikum entsteht der Eindruck: Ein Sprung ins kalte Wasser könnte sich lohnen – vielleicht sogar schon bald im Schlosssee in Salem.

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