Einsatzkräfte, Ausbildung und Pläne: So steht es um die Feuerwehr |
Wie ist die Situation bei der Feuerwehr? Darum ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Lottstetten. Patrick Habeth von der Forschungs- und Planungsgesellschaft für Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz GmbH aus Bonn war eingeladen, um den Brandschutzbedarfsplan für die Gemeinde vorzustellen.
In einer Präsentation informierte er über die darin formulierten Anforderungen und Zustände. Der Feuerwehrbedarfsplan beinhaltet den Ist-Zustand, also die Hilfsfrist- und Einsatzanalyse, die Risikoanalyse und die Schutzzielfestlegung sowie das Soll-Konzept, das heißt Maßnahmen und Empfehlungen, die dann in politischen Gremien verabschiedet und zur Umsetzung freigegeben werden.
Das Feuerwehrgesetz des Landes Baden-Württemberg regelt die Pflicht für die Gemeinden, entsprechend ihren Kosten und ihren Verhältnissen, eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten. Zuständig sind die Freiwilligen Feuerwehren für Standardbrände wie zum Beispiel ein Wohnungsbrand in mehrgeschossigen Wohnhäusern mit Menschenrettung bei verrauchten Rettungswegen.
Die Zahl der Einsatzkräfte darf steigen
Seit der Aufstellung des vorangegangenen Bedarfsplanes 2019 hat sich die Zahl von circa 28 Einsatzkräften nicht wesentlich verändert. „Eine langsame Steigerung wäre wünschenswert. Das neue Gewerbegebiet erweitert den Wirkungsbereich in der Gemeinde“, bemerkte Habeth. Für die Größe der Gemeinde seien durchschnittlich 25 Einsätze im Jahr mehr als ausreichend. Von 2014 bis 2025 wurden insgesamt 216 Einsätze geleistet.
Anpassungen bei Aus- und Weiterbildung
Im Austausch mit den Anwesenden wurde eine Problematik angesprochen: Die Aus- und Weiterbildungsanforderungen steigen und der Zeitaufwand dafür wird intensiver. Sobald die Jugendlichen in die Lehre gehen oder studieren, wird die Organisation schwierig oder sie hören bei der Feuerwehr wieder auf. Notwendig sei dann die Unterstützung des Landkreises, der Arbeitgeber oder der Gemeinde, um den Arbeitsausfall sozialverträglich zu kompensieren. Kompaktlehrgänge zur Grundausbildung oder Möglichkeiten, diese in Wohnortnähe zu absolvieren, wären erstrebenswert. Bisher findet die Ausbildung in Bruchsal statt.
Patrick Habeth zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Freiwilligen Feuerwehr Lottstetten. „Ihr seid ganz gut aufgestellt und ausgerüstet. Der Personalstand sowie die Nachwuchsarbeit müssen im Auge behalten werden. Über die Neuanschaffung von Fahrzeugen muss in naher Zukunft nachgedacht werden“, sagte er. Die Bedarfsplanabstimmung erfolgte einstimmig.
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