Digitales Parksystem sorgt für Unmut: Saisonparkkarten gelten nur noch für ein Kfz-Kennzeichen

So ganz problemlos funktioniert die Umstellung der Parkraumbewirtschaftung auf das digitale Parkraummanagement durch die Firma Peter Park nicht. „Der Teufel liegt im Detail“, stellte dann auch Bürgermeister Thomas Auer auf der jüngsten Ratssitzung fest. Anlass für diese Äußerung war unter anderem, dass man festgestellt hat, dass die Hinterlegung zweier verschiedener Auto-Kennzeichen auf einer Saisonparkkarte nicht mehr wie bisher gewohnt - und von den Nutzern auch sehr geschätzt - möglich ist.

Künftig kann nur noch ein Kennzeichen eingetragen werden. Das sei technisch nicht anders machbar, so die Information von Hauptamtsleiter Steffen van Wambeke.  Dass das die Beliebtheit des neuen Parksystems nicht steigern, sondern zu einiger Verärgerung führen wird, ist der Verwaltung und dem Gemeinderat bewusst.

Saisonparkkarte gibt es nur noch online

Ebenfalls anders als bisher, wo man die Saisonparkkarte auf dem Rathaus bezog, muss diese nun im Online-Shop gekauft werden. Sie gilt am Parkplatz Rheinuferpark und auch am Parkplatz Rheinhalde.  Sowohl Bürgermeister Thomas Auer als auch Steffen van Wambeke und Jessica Krieger von der Tourist-Info versprechen Hilfe, falls ein Rheinuferpark-Besucher mit der Online-Beschaffung Schwierigkeiten hat.

Mit der Umstellung auf das digitale System entfällt für Autofahrer, die nur stundenweise am Rheinufer parken wollen, das Ziehen eines Parktickets, weil Kameras das Auto-Kennzeichen erfassen. Bezahlt werden kann entweder am Automaten mit Bargeld oder Geldkarte, über eine QR-Lösung oder über die Easy-Park-App. Für die Gemeinde bietet das System Vorteile. Schwarzparker gibt es nicht mehr, sie braucht auch keinen Gemeindevollzugsbeamten mehr losschicken.

 Das gesamte Handling für die digitale Parkraumbewirtschaftung liegt bei Peter Park.  Diese Firma gibt es seit sechs Jahren. Sie managt 45 Millionen Kennzeichen pro Monat an 700 Standorten im deutschsprachigen Raum.  Zu ihren Kunden gehören unter anderem Städte und Gemeinden sowie die Flughäfen Nürnberg, Hannover und Klagenfurt. 

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