Spritpreise erhitzen die Gemüter trotz Rabatt weiter

10.25 Uhr an der Eni-Tankstelle im Singener Süden: Ein Wagen mit Schweizer Kennzeichen fährt an eine der Zapfsäulen und dreht dann doch wieder um. Bei den Nachbarn hat sich herumgesprochen, dass der von der Bundesregierung im Eilverfahren beschlossene Tankrabatt die Spritpreise purzeln lässt. Doch für diesen Kunden offenbar nicht genug. Der Fahrer setzt zurück und beschränkt sich darauf, den Reifendruck zu kontrollieren, bevor er wieder in Richtung Grenze fährt.

Plötzlich lohnt sich tanken in der Schweiz nicht mehr

Ganz anders Dana Wagner. Sie hebt den Rüssel aus der Verankerung und befüllt ihren Tank. Bisher war das Benzin in der Schweiz immer etwas günstiger. Doch nach der Einführung des Tankrabatts am 1. Oktober haben sich die Preise angenähert. Fröhlich erzählt Dana Wagner: „Ich wohne an der Grenze und tanke nur in der Schweiz, wenn ich dort auch einkaufe.“ Diesmal tanke sie aber bei Eni in Singen, weil die Tankstelle gerade auf ihrem Weg liege. Die meiste Zeit sei sie mit dem Fahrrad unterwegs, weshalb die hohen Benzinpreise nicht so ins Gewicht fielen.

Ganz anders auch Robert Junger aus Singen. Er hatte sich am 1. Oktober über den merklichen Preissturz beim Benzin gefreut und darauf vertraut, dass der Tankrabatt in Höhe von 17 Cent den Preis stabilisieren werde. Doch dabei hatte er sich kräftig verrechnet. War am 1. Oktober ein Liter E10 für 2,04 Euro zu haben, so kostete er tags darauf schon wieder 2,15 Euro. 

Benedikt Schreindorfer, der jetzt nur schnell vorbeigekommen ist, um sich einen Kaffee zu holen, staunt über die........

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