Hier kommen künftige Azubis und mit Arbeitgebern ins Gespräch
Offensichtlich bleibt die Wehrer Ausbildungsmesse (WAM) ein geschätztes Angebot: Die Vielfalt der regionalen Arbeitswelt kennenzulernen mag die eine Seite sein, die individuellen Entscheidungen für einen Ausbildungsplatz selber anzugehen, ist wohl am Samstag bei einigen Besuchern gereift. Dies als Chance zu verstehen, dafür war bei der vierten WAM von den 37 möglichen Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben einiges geboten gewesen. Bürgermeister Denis Schimak und Stephan Ruthe von der Servicegemeinschaft Wehr hatten im Beisein von Realschulrektorin Petra Thiesen die WAM kurz vor 11 Uhr eröffnet, danach waren die Schülerinnen und Schüler samt Eltern am Zuge.
Der familiäre Charakter der vierten Wehrer Ausbildungsmesse war rasch zu erkennen. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler waren mit ihren Eltern, älteren Geschwistern oder ihren fürsorglichen Großeltern in die Stadthalle gekommen. Wobei sich Rektorin Petra Thiesen etwa zur Halbzeit der Messe etwas enttäuscht zeigte: „Da fehlen schon einige.“ Von der schulischen Seite werden die berufsvorbereitenden Inhalte erfüllt, was jedoch bei rund einem Drittel der Abschlussklassen, sowie den 9. und 8. Jahrgangsstufen nicht fruchte, wie sie ausführte. Ein sehr gut genutztes Angebot war die Möglichkeit, die weiterhin nötigen Bewerbungsfotos kostenlos bei der Messe vom Profi machen zu lassen.
Die weiterführenden Schulen seien insgeheim attraktiv, die Entscheidung für einen späteren Beruf werde verzögert. Und doch waren rein vom mutmaßlichen Alter her, diese Kohorte an Schülern aus den Berufskollegs und Berufsfachschulen umliegender Schulen bei der WAM sichtbar. Die Organisatoren hatten bei rund 30 Schulen in den Landkreisen Waldshut und Lörrach Werbung gemacht. Sie seien „nicht mehr ganz so schüchtern, sind jetzt etwas älter, aber auch selbständiger“, stellte ein Vertreter der VITA Zahnfabrik fest. Insgeheim haben es die Ausbildungsmessen in der Region allesamt erkannt – um die kommenden Azubis wird sich bemüht.
Genau das sprach Bürgermeister Schimak gleich eingangs der WAM an. „Unsere Region braucht engagierte junge Menschen wie euch“. Danach startete ein Messerundgang des Stadtoberhaupts. Von möglichen Schulpraktika bis hin zu Ferienjobs bei potentiellen Ausbildungsbetrieben wurde berichtet. Die Aussteller selbst haben lange Erfahrungen darin und suchen die passenden Mitarbeiter.
Die vierte Wehrer Ausbildungsmesse kommt gut an
Die Wehrer Schreinerei Meroth, Rüttnauer Elektro Service und Blumen Maier waren vertreten – das Handwerk war zusätzlich mit Garten- und Landschaftsbau Gerteiser aus Rickenbach vertreten. Zum Teil gibt es in den Handwerksbetrieben noch freie Ausbildungsplätze zum Start im September. Überraschend gut besucht waren die Messestände von der AWO, der Caritas, dem St. Josefshaus, dem Haus der Diakonie und dem neuen Anbieter „Menschen im Alter“ gewesen. Dieser soziale Bereich rückt wegen seiner sicheren Arbeitsplätze zunehmend wieder ins Bewusstsein, so unisono von den Messeteilnehmern. Etwas unterdurchschnittlich waren die Banken und Sparkasse frequentiert worden.
Der Messeauftritt vom Zoll war stets umlagert, die beiden Beamten in Uniform führten in vier Stunden reichlich Gespräche und konnten das Berufsbild gut präsentieren. Ganz gezielt lenkten die Eltern ihre Kinder zu den Global Playern; Endress+Hauser gleich am Eingang, die Franke auf der Bühne der Stadthalle, gleich daneben die Rota Verpackungstechnik und im Saal die Vertreter von Vogt Plastic, die Rota Yokogawa sowie sehr stark besucht die Schönauer Firma Heinzmann. Beliebt auch Freudenberg und Grieshaber Logistics Group. Vita und die Naturenergie trumpften mit ihren modernen Messeständen, wobei der grellste von Heinrich Schmid auffiel.
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