Mit dem Panzer durchs Gelände: Niedereschacher Patenkompanie präsentiert sich mit einer Waffenschau
Die Gemeinde Niedereschach feiert zum Monatsende den 50. Geburtstag seiner Patenschaft mit der 4. Kompanie des Jägerbataillons 292 aus Donaueschingen, und da wird einiges geboten sein. Am Dienstag, 31. März 2026 wird rund um die Eschachhalle gebührend gefeiert, kündigt Bürgermeister Martin Ragg in seinem Festprogramm an. So besteht ab 12 Uhr für die Bürger ab 18 Jahren die seltene Gelegenheit, in Panzern des Jägerbataillons auf rustikalem Gelände mitzufahren. Eine Waffenschau bietet einen informativen Überblick über die modernste Kampf- und Waffenausstattung der Bundeswehr, und auch die Drohnen der Bundeswehr werden vorgeführt. Natürlich gibt es mit einer Hüpfburg auch ein Angebot für die Kinder.
Chance für Jugendliche, sich über die Bundeswehr zu informieren
Gerade Eltern und Jugendliche, die vom neuen Wehrdienst betroffen sind, sollten die Chance zu nutzen, und sich hier vor Ort ein persönliches Bild über die Bundeswehr zu machen. Dazu stehen die Soldatinnen und Soldaten der Patenkompanie für Fragen sowie Gespräche sehr gerne zur Verfügung. Und für diejenigen, die sich bereits ernsthafter für den Wehrdienst oder eine berufliche Zukunft bei der Bundeswehr interessieren, stehen an diesem Nachmittag darüber hinaus Mitarbeiter des Karrierecenters für Beratungen bereit.
Als Höhepunkt des Jubiläumsfestes findet um 15 Uhr die feierliche Kompanieübergabe auf dem Vorplatz der Eschachhalle statt, musikalisch umrahmt von den Musikerinnen und Musiker der vier Musikvereine der Gesamtgemeinde, bevor ab 17:30 Uhr der Tag mit einem Festakt „50 Jahre Patenschaft“ in der Eschachhalle fortgesetzt wird. Anschließend gibt es dort günstiges Abendessen, Kaffee Mobil und ein DJ am Abend runden das Fest ab.
In den 50 Jahren der äußerst lebendigen Patenschaft die vielen Zusammenkünfte der Soldaten und die Arbeitseinsätze in der Gesamtgemeinde aufzulisten, wäre seitenfüllend. Das reicht von Einsätzen gegen den giftigen Riesenbärenklau bis hin zum Bau einer Brücke im Teufental, der Hilfe bei der Neugestaltung der Außenanlage des Niedereschacher Kindergarten, der Schaffung von Wanderwegen, dem Streichen der Bruder-Konrad-Kapelle bis hin zu Reparaturen von Ruhebänken sowie der Mithilfe bei zahlreichen großen Festen, Unterhaltungsarbeiten im Gehölzbestand , Instandsetzung und Befestigung von Spazierwegen und -pfaden oder Spendensammeln für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Im Laufe der Zeit haben sich viele Freundschaften gebildet und die vielen Veränderungen und Wechsel bei den Kompaniechefs sowie den Soldaten haben diese Freundschaften überdauert. Begründet worden war die Patenschaft vor nunmehr 50 Jahren, als die Kompanie, damals noch zum Panzergrenadierbataillon 292 Immendingen zugehörig, in einem Ausbildungsbiwak in Niedereschach kampierte und aufgrund der der herzlichen Aufnahme der Soldaten im Ort daraus erste, enge freundschaftliche Beziehungen erwuchsen.
Erste Kontaktaufnahme zu nächtlicher Stunde
An eine nette Anekdote von erinnern sich vor allem noch die älteren Mitbürger: Damals waren einige Soldaten in Niedereschach unterwegs, weil sie einen Biwakplatz und auch Unterkünfte für die Soldaten suchten. Da das Rathaus geschlossen war, fragten die Soldaten nach der Wohnadresse des Bürgermeisters, klopften dort kurzerhand ans Fenster und fragten nach, ob sie auf der Gemarkung der Gemeinde ein Biwak aufschlagen dürfen. Otto Sieber nahm sich sofort der Sache an, und dabei kam heraus, dass die Niedereschacher Bürger soviel Unterkünfte für die Soldaten als Übernachtungsmöglichkeit bereistellten, dass die Soldaten diesem Angebot gar nicht vollständig nachkommen konnten. Im Jahr 1976 wurde dann zu den Klängen des „Großen Zapfenstreichs“ die offizielle Patenschaftsurkunde vom damaligen Kompaniechef Hauptmann Rudel und Bürgermeister Sieber unterzeichnet
Aufgaben des Jägerbataillons
Die Jäger gehören zu den Kampftruppen und sind vor allem für den Kampf in bebautem, stark bewaldetem Gelände oder auch für den Jagdkampf ausgebildet. Gemeinsam mit den Gebirgs- und Fallschirmjägern gehören sie der Truppengattung der Infanterie an. Die Soldatinnen und Soldaten des Bataillons erreichen dank der leichten Ausrüstung mit ihren Fahrzeugen, aber auch mit Transporthubschraubern oder Schlauchbooten, alle bekannten Einsatzgebiete. Dabei werden sie möglichst durch die Bordwaffen ihrer Gefechtsfahrzeuge, zum Beispiel mit dem gepanzerten Transport-Kraftfahrzeug „Boxer“, unterstützt. Das Jägerbataillon 292 ging aus zwei verschiedenen Verbänden hervor – dem Jägerbataillon 552 und dem Panzergrenadierbataillon 292. Die 1. bis 4. Kompanie des Bataillons sind am Standort Donaueschingen beheimatet. Die Soldaten der 5. Kompanie sind in Stetten am kalten Markt stationiert.
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