Investition in die Zukunft: Niedereschach setzt auf sichere Wasserversorgung

Wie das Wasser selbst, so befindet sich auch die Wasserversorgung Niedereschachs in stetigem Fluss. Sich einfach an die Bodensee-Wasserversorgung anzuhängen war für die Gemeinde noch nie eine Option. Niedereschach könne sich glücklich schätzen, auf seine eigene Wasserversorgung mit verschiedenen verlässlichen Quellen zurückgreifen zu können, so wurde und wird seitens der Verwaltung immer wieder betont. Das wiederum erfordert ein ständiges Optimieren und Investieren.

Das vordringlichstes Ergebnis des akktuellen Strukturgutachtens lautet, die Versorgungssicherheit zu stärken und vor allem den notwendigen Standard im Brandschutz im Gewerbegebiet zu erreichen. Dies berichtete Bürgermeister Martin Ragg in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates. Mit dem neuen Hochbehälter Kappeler Berg sei hier ein großer Schritt getan, ein zweites Standbein errichtet und sogar ein Zuschuss vom Land geholt worden, sagte Ragg. Die geplanten und anstehenden Maßnahmen zur Optimierung der Wasserversorgung in der Gesamtgemeinde wurden im Rat von den BIT-Ingenieuren Dominik Bordt, Markus Dreher, dem Ortsbaumeister Hartmut Stern und Wassermeister Reiner Schütz vorgestellt.

So sollen nun die Vorteile des neuen Behälters auf dem Kappeler Berg optimal für die Gesamtgemeinde genutzt werden. Zu diesem Zweck wurden im Haushalt 2026 Investitionsmittel für die Anbindung von Kappel an den neuen Hochbehälter Kappeler Berg eingestellt und die Entwurfsplanung für dieses Objekt erstellt worden.

Alte Anlagen werden nicht mehr gebraucht

Diesem Leitungsbau von Kappel an den neuen Hochbehälter Kappeler Berg, der inzwischen als zentraler Übergabebehälter für Niedereschach gilt, soll sich dann noch ein weiteres Leitungsprojekt in Richtung Niedereschach anschließen. Dank dieser zusätzlichen Leitung kann zukünftig auf das Pumpwerk Längental, den Hochbehälter Dauchinger Straße und den Hochbehälter Sportplatz verzichtet werden.

Die Planung der neuen Leitung sieht vor, die Baumaßnahme im Gemeinderat im Juni zu vergeben und die Leitung außerhalb der Vegetationsperiode zu bauen, so dass diese Anfang/Mitte 2027 fertiggestellt sein soll. Baubeginn wäre nach den Handwerkerferien mit Rücksicht auf die betroffenen Landwirte. Abgeschlossen sein soll die Maßnahme, die auf 1,34 Millionen Euro veranschlagt ist, im Frühjahr 2027. In diese Summe mit eingerechnet seien bereits zusätzliche Maßnahmen wie die Verbindungsleitung von Kappel nach Niedereschach vorbei am Streichelzoo, verbunden mit der Möglichkeit der Ersatzversorgung von Niedereschach und der Ersatzversorgung des Gewerbegebietes über die neue Leitung. Damit bestehe am Ende vollständige Versorgungssicherheit, im Bedarfsfall von überall her zu steuern.

Die Sorge von Gemeinderat Markus Dietrich, inwieweit sich diese Investition von rund 1,3 Millionen Euro in den Wasserpreisen niederschlagen werde, konnte Ortsbaumeister zerstreuen mit dem Hinweis, dass der Wasserpreis jedes Jahr neu kalkuliert werde und man versuchen werde, diesen auf dem jetzigen Niveau zu halten. Zudem sei diese Investition bereits für das laufende Jahr eingeplant und somit auch kalkulatorisch in die künftigen Wasserpreise mit eingerechnet.

Die Wasserversorgung Niedereschachs

Die Sicherstellung der Wasserversorgung erfolgt momentan über die Hochbehälter (HB) Mailänder in Kappel mit 300 m3 Fassungsvermögen, den HB Katzenbühl in Schabenhausen mit 150 m3 , HB Pfaffenberg in Fischbach mit 300 m3, HB Hardt in Niedereschach mit 1000 m3, HB Sportplatz in Niedereschach mit 200 m3, HB Kappeler Berg in Niedereschach mit 600 m3 und HB Dauchinger Straße in Niedereschach mit 130 m3. Nach dem Umbau können die HB Dauchinger Straße und Sportplatz, beide in Niedereschach, entfallen.

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