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H&M, Zara und Co: Wie unsere Mode zum Problem für die Umwelt wird

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16.05.2026

Vincent Wang führt durch eine große Halle mit künstlichem Licht und dem ständigen Surren von Maschinen. Hier sind es Trockner im Schleudergang, die gerade gefärbte Stoffe für den nächsten Verarbeitungsschritt fertigmachen, dort Nähapparate, an denen Mitarbeiterinnen die Ränder von BHs säumen. „Bei all dem“, ruft Vincent Wang gegen den Lärm an, „wird bald kein CO2 mehr ausgestoßen!“ Aber, betont der drahtige Mann mit Stoppelhaar, eine gönnerhafte Wohltat sei das nicht. CO2-freie Produktion ergebe schlicht wirtschaftlich Sinn.

Wang arbeitet für Bangjie, ein Unternehmen in der Industriestadt Hung Yen am Südrand der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi, das sich als Pionier versteht. Als der Manager an einem heißen Vormittag aus der Produktionshalle tritt, zeigt er zu einem Bauzaun schräg gegenüber: „Da kommt unser Gamechanger!“ Neben einem älteren Biomasseofen schaufelt ein Bagger. „Ab April besorgt hier eine große Wärmepumpe unseren Strom.“ Und mit der werde alles besser: Auf dem Gelände würde teils die Temperatur reduziert, das ganze System laufe dann schneller und langfristig günstiger.

Unternehmen in Asien produzieren für den europäischen Markt

In Europa dürfte noch kaum jemand vom Namen Bangjie gehört haben. Aber dieses chinesische Unternehmen, das allein auf dieser Anlage in Vietnam 680 Personen beschäftigt, ist für den europäischen Markt durchaus von Bedeutung. Als Zulieferer von Textilprodukten für Konzerne wie C&A, Victoria's Secret oder H&M stellt er monatlich um die 1,5 Millionen BHs,........

© Südkurier