Stockacher Narrengericht: Was es mit dieser jahrhundertealten Institution auf sich hat |
Während in anderen Orten im Stockacher Umland und dem Hegau bereits am 11. November, die Narren erwachen, nimmt das Hohe Grobgünstige Narrengericht zu Stocken seine Arbeit immer erst am Dreikönigstag, dem 6. Januar, auf. Doch hinter den Kulissen laufen auch die Vorbereitungen für die Stockacher Fasnacht und die Verhandlung des Narrengerichts am Schmotzigen Dunschtig in der Jahnhalle Stockach bereits auf Hochtouren.
Denn am wichtigsten närrischen Tag des Jahres, dem Schmotzigen Dunschtig, muss sich jedes Jahr ein bekannter Vertreter aus der Politik vor dem Stockacher Narrengericht verantworten. Ungeschoren kommt dabei eigentlich keiner davon. Doch woher nehmen sich die Stockacher Narren eigentlich dieses Recht?
Die Stockacher Narren nehmen sich nicht dieses Recht, sie haben es! Das Hohe Grobgünstige Narrengericht zu Stocken kann sich nicht nur auf eine 675-jährige Geschichte berufen, sondern auch auf einen Gründervater namens Kuony von Stocken, auch bekannt als Hans Kuony. Die Entstehung des Hohen Grobgünstigen Narrengerichts steht zudem in einem engen Zusammenhang mit der sogenannten Schlacht am Morgarten im November des Jahres 1315.
Herzog Leopold I. von Habsburg zog damals mit seinem Heer gegen die Einwohner des Dorfes Steinen zur Schlacht aus. Vor Beginn der Schlacht hatte Leopold im Verlauf eines Kriegsrates seinen Hofnarren -Hans Kuony- um einen Ratschlag gebeten. Der Rat des Kuony von Stocken, man solle lieber darüber........