Verschließbare Handytaschen: So will ein Pfullendorfer Gymnasium die Smartphone-Flut eindämmen
Die Schulen in Baden-Württemberg stehen nach einer Gesetzesänderung des Landtags vom 10. Dezember 2025 in der Pflicht, die Nutzung von Handys in der Schule klar zu regeln. Am Staufer-Gymnasium in Pfullendorf wurden daher vergangene Woche verschließbare Handytaschen an die 420 Schülerinnen und Schüler aller Klassen verteilt. Die Handys müssen laut der Schulordnung zu Unterrichtsbeginn in den Stofftaschen verriegelt und können von den Schülerinnen und Schülern nach Unterrichtsende wieder auf dem Schulhof entriegelt werden.
Ständige Ablenkung durch Smartphones – trotz Regeln, trotz Verbote. Schüler chatten unter der Bank, scrollen auf TikTok oder filmen ohne Zustimmung. Und in den Pausen greifen die Schüler erneut nach ihrem Handy, um Nachrichten zu lesen oder zu verschicken. Die Folge davon sind Konzentrationsverlust, soziale Isolation, Disziplinprobleme. Deshalb erhalten die baden-württembergischen Schulen vom Kultusministerium den Auftrag, Regeln aufzustellen. „Gerade in den Pausen beobachten wir, dass die Schüler unerlaubt ihr Handy nutzen“, sagt Andreas Nowack, Schulleiter des Staufers-Gymnasiums. Es sei immer wieder vorgekommen, dass den Schülern ihr Handy abgenommen wurde. Also wurde am Staufer-Gymnasium gemeinsam mit dem Elternbeirat nach einer Lösung gesucht, um den Missbrauch zu unterbinden.
Zuerst wurde über sogenannte Handygaragen aus Stahl nachgedacht, die an der © Südkurier
