Hoffnung auf Neuauflage des CHI Donaueschingen: Experten sehen große Hürden
Die Absage des CHI-Reitturniers hat in Donaueschingen tiefe Spuren hinterlassen. Die Streichungen für 2025 und 2026 trafen Reiter, Fahrer, Sponsoren und Publikum gleichermaßen – und ließen nicht nur organisatorische Lücken, sondern auch einen deutlichen Vertrauensverlust zurück. Kann sich Donaueschingen als Turnierstandort davon erholen?
Das traditionsreiche Turnier im Schlosspark gilt als Großprojekt mit hohen Fixkosten, großen Erwartungen und wenig Spielraum für Fehler. Kaum jemand kennt diese Rahmenbedingungen besser als Kaspar Funke, der das CHI von 2006 bis 2022 prägte. Damals lag der Etat bei rund zwei Millionen Euro – und das wirtschaftliche Risiko beim Veranstalter selbst. Seine Einschätzung fällt daher nüchtern aus: „Ein Turnier im früheren Umfang halte ich derzeit für kaum realisierbar, eine stark reduzierte Variante für wenig überzeugend.“
Aus Funkes Sicht fehlt einer abgespeckten Version die Strahlkraft – sowohl für Besucher als auch für die Aktiven. Hinzu kommt: In Zeiten steigender Kosten für Pferdehaltung, Transporte, Infrastruktur und Personal geraten immer mehr nationale Turniere unter Druck oder........
