„Ist das Kitsch? Unbedingt. Aber schöner Kitsch“: Denis Scheck lobt fast alle Spiegel-Bestseller
10. M. L. Stedman: „Ein weites Leben“ (Deutsch von Cornelius Hartz, Blanvalet, 528 S., 26 Euro)
Vielleicht definiert uns das, was wir vergessen, mehr als das, woran wir uns erinnern. Das ist der rote Faden dieses Familienepos über Schafsrancher in Westaustralien, an dessen Anfang ein grauenhafter Autounfall steht und der sich liest wie John Irving mit Dingos und Kängurus – und das meine ich durchaus als Kompliment. Was einer schwächeren Autorin zu einer kitschigen Familiensaga geriete, wird durch Stedmans feines Stilempfinden zu einem bewegenden Roman über Verlust und das, was uns prägt und hält.
9. Katarina Poladjan: „Goldstrand“ (S. Fischer, 160 S., 22 Euro)
Katarina Poladjan lässt Ihren Roman mit einem Paukenschlag beginnen: Eine junge Frau springt von Bord eines Passagierdampfers! Von diesem unerhörten Ereignis aus entfaltet sie die Lebensgeschichte eines gefeierten italienischen Filmregisseurs, der sich in Rom einer Psychotherapie unterzieht. Wie schön, dass dieser gedankenreiche Roman durch die Auszeichnung mit dem Preis der Leipziger Buchmesse es verdientermaßen auf die Bestsellerliste geschafft hat - durchaus keine Selbstverständlichkeit, sondern eine schöne Besonderheit unseres literarischen Lebens.
8. Marc Elsberg: „Eden“ (Blanvalet, 768 S., 28 Euro)
Lustvoll die Welt untergehen lassen: das ist das Vorrecht des Öko-Thrillers. „Die........
