„Ildikó von Kürthy? Ein Genie!“ Denis Schecks überraschendes Lob mit doppeltem Boden |
10. Gabriele von Arnim: „Abschied leben“ (Rowohlt, 272 S., 24 Euro)
Man muss sehr lange komplizierte Gedanken wälzen, um zu so einfachen Erkenntnissen zu kommen wie: „Abschied ist auch die Freiheit der Ungewissheit.“ Oder: „Ich wohne nicht nur in meiner Wohnung. Ich wohne auch in meiner Zeit.“ Weil Gabriele von Arnims Essay von solch profunden Einsichten wimmelt, ist er eine Freude zu lesen.
9. Bojan Pancevski: „Die Nord-Stream-Sprengung“ (Deutsch von Andrea Kunstmann, Harper Collins, 368 S., 22 Euro)
Allein das Kapitel über Dieter Romann, den Präsidenten der Bundespolizei, lohnt die Lektüre dieses ebenso spannenden wie lehrreichen Glanzstücks modernen Recherchejournalismus aus der Feder des Chefkorrespondenten des Wall Street Journal. Erstaunlich, wie gut dabei die deutschen Dienste und die deutsche Justiz wegkommen.
8. Gustav Seibt: „Ein Sommer mit Goethe“ (C.H. Beck, 272 S., 25 Euro)
Aus dieser süßen Quelle zu trinken, löst einen Durst aus, der nie gelöscht wird: Nach der Lektüre von Gustav Seibts facettenreichem und wissensprallem Buch möchte man sofort mindestens ein halbes Jahr nur noch Goethe lesen!
7. Giulia Enders: „Organisch“ (Ullstein, 336 S., 24,99 Euro)
Dass sich dieses medizinische Sachbuch so lange auf der Bestsellerliste hält, liegt nicht nur........