„Ich lasse mich in einem Sachbuch ungern duzen“: Denis Scheck bewertet die Spiegel-Bestseller
10. Melanie Pignitter: „Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello“ (GU, 237 Seiten, 20 Euro)
Ein in Italienklischees erstickender, unsäglich dümmlicher Lebenshilfe-Ratgeber, der die unfreiwillige Satire auf sich selbst gleich mitliefert.
9. Ilko-Sascha Kowalczuk: „Faschismus ist keine Meinung“ (C.H. Beck, Seiten, 23 Euro)
Eine Mut machende, intellektuell anregende Lektüre, die sich allein schon wegen Kowalczuks vergnüglicher Zauselung von DDR-Verklärern wie Dirk Oschmann, Katja Hoyer oder Jana Hensel lohnt.
8. Jakob Schwerdtfeger: „Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist die Kunstgeschicht“ (dtv, 272 Seiten, 25 Euro)
Ich lasse mich in einem Sachbuch ungern duzen, und noch übler stießen mir bei der Lektüre die vielen Anbiedereien an die ersehnte jugendliche Leserschaft und die an den Haaren herbeigezogenen Bezüge zur Popkultur auf. Immerhin erinnerte mich das Buch an ein Diktum des großen Arno Schmidt: „Das Volk hat sich gefälligst zur Kunst hinzubemühen!“ Was herauskommt, wenn man den umgekehrten Weg geht –........
