Raus aus der Pflege? Immer mehr Pflegekräfte denken über Wechsel nach – Politik könnte gegensteuern

Die Pflege in Deutschland steht kurz vor einer großen Reform. Eines der Probleme, das angegangen werden soll: der schnelle Anstieg und die hohe Zahl pflegebedürftiger Menschen. Gleichzeitig fehlen Pflegekräfte. Laut einer Vorausberechnung des Statistischen Bundesamtes könnten bis 2049 zwischen 280.000 und 690.000 Pflegekräfte fehlen.

Als Datenbasis wurde das Jahr 2019 herangezogen. Bis 2023 ist die Zahl der Pflegebedürftigen laut dem Amt allerdings unerwartet schnell gestiegen und lag in dem Jahr bei knapp 5,7 Millionen Menschen mit einem Pflegegrad von 1 bis 5. Ende 2026 werden die Zahlen für 2025 veröffentlicht. Diese Zahl dürfte bereits über sechs Millionen liegen. Heißt aber auch: Die Pflegelücke könnte dann noch größer sein als bisher angenommen – oder ist Besserung in Sicht?

Zum heutigen internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai 2026 hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) die Pflege – in Person von über 3000 beruflich Pflegenden – gefragt, wie es ihr geht. Die Ergebnisse der aktuellen Befragung sowie eine Stellungnahme des Verbands liegen unserer Redaktion vor. Darin macht DBfK-Präsidentin Vera Lux deutlich: „Pflegefachpersonen wenden sich nicht von ihrem Beruf ab. Sie wenden sich gegen Bedingungen, unter denen professionelle Pflege dauerhaft an ihre Grenzen gebracht wird.“ Wie zeigt sich das?

Raus aus der Pflege? Immer mehr Pflegende denken an Job- und Branchenwechsel

In Deutschland arbeiten dem DBfK zufolge rund 1,8 Millionen professionell Pflegende. Damit ist die Befragung des Verbands eigenen Angaben zufolge nicht........

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